Erstellt am 15. Dezember 2010, 00:00

„Es gibt fast nichts, was wir nicht machen“. REGIONALLIGA OST / Wilhelm Perschy und Patrick Prenner sind als Zeugwarte die interne Drehscheibe des SC/ESV.

Wenn es um Schuhe, Bälle, Dressen, Sportplatzpflege oder diverse Reparaturen geht, kommt in Parndorf niemand am Zeugwartduo Wilhelm Perschy (l.) und Patrick Prenner vorbei.BERNHARD FENZ  |  NOEN
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VON BERNHARD FENZ

Ob Rasenpflege oder Schuhpflege, ob Dressen verstauen, Einsammeln und für die nächste Schweißattacke der Kicker wieder aufbereiten, ob Maurertätigkeiten oder diverse Reparaturen: Wilhelm Perschy (48) und Patrick Prenner (31) sind in Parndorf gefragte Leute. Schließlich stehen sie für den Bereich Zeugwart/Stadionbetreuung zur permanenten Verfügung.

In der Regel (zur Meisterschaftszeit) heißt das, von sieben bis 21 Uhr muss mindestens einer der beiden gestellt sein. Erst wenn nach der letzten Trainingseinheit alle Bälle, Schuhe und das letzte verschwitzte Leibchen verstaut sind (zumindest das Waschen fällt nicht in den Aufgabenbereich der beiden) – geht auch der Zeugwart-Tag zu Ende. Diese 14 Stunden teilen sich für Perschy und Prenner – wenn nicht gerade beide gebraucht werden – in Früh- und Spätschicht. Dabei wird keinem langweilig, wie Perschy klarstellt: „Es gibt fast nichts, was wir nicht machen. Und es gibt für uns immer etwas zu tun.“ Bis auf Sonntag. Da bleibt in der Regel auch das Zeugwartkammerl zu.

Beim „Schuhwirt“ ist  eben immer etwas los

Apropos: Eben jener Raum, der im Heidebodenstadion am Rande der „Katakomben“ unter der Haupttribüne liegt, hat als Schuh-, Bälle- und Utensilien-Aufbewahrungszentrale nicht nur einen materiellen Wert. Auch die gesellig-kommunikative Komponente des Vereins wird hier gerne gepflegt und gelebt. So kann es schon mal vorkommen, dass Funktionäre, Trainer oder Spieler nach erledigter Arbeit noch auf einen Sprung sitzen bleiben. Nicht umsonst heißt das Zeugwartkammerl im liebevollen Kicker-Jargon „Zum Schuhwirt“. Da wird dann noch intern gefachsimpelt oder einfach im entspannten Rahmen getratscht. Schließlich haben die Kicker mit den beiden genügend Anknüpfungs- und Überschneidungspunkte.

Naheliegend also, dass Trainer Simon Knöbl auch nichts Schlechtes zum Zeugwartduo über die Lippen kommt: „Die Arbeit passt einwandfrei. Wir alle kennen uns ja schon lange, von daher weiß jeder auch ganz genau, wie wir am besten miteinander auskommen.“