Erstellt am 15. Oktober 2013, 01:28

„Es werden ja alle nicht schlechter“. Erste Liga / In Parndorf hofft man auf den Zeitfaktor und den Umstand, dass sich der Aufsteiger schön langsam eingelebt hat.

Pechvogel – wie lange noch? Marjan Markic (Mitte) hatte nicht nur gegen Liefering (Bild) die Chance auf ein Tor, alleine das letzte Quentchen fehlte. Vielleicht explodiert der Stürmer ja am Freitag in St. Pölten. Gegen die Niederösterreicher traf Markic beim 2:0 in Runde vier – dem bisher einzigen Saisonsieg. Foto: Ivansich  |  NOEN, Ivansich
Von Bernhard Fenz

Zig Stangenschüsse hier, teils eklatante Defensiv-Fehler da: Aufsteiger Parndorf ist bei seinen Auftritten bis dato noch zu wenig in der Ersten Liga angekommen. Regelmäßig fielen die Nordburgenländer auf die Verlierer-Seite – bester Nährboden beim Tabellen-Schlusslicht, um fleißig zu hadern.

Zweimal unbesiegt, aber Dreier müssen her

Mittlerweile hat sich zwar noch keine Siegesserie eingestellt – zumindest eine kleine Dreier-Periode ist für den Anschluss an das hintere Drittel nötig –, dafür aber blieb die Truppe von Trainer Paul Hafner in den letzten beiden Meisterschaftsspielen ungeschlagen.

Hinten weniger Fehler machen ist die eine Komponente, die andere: vorne endlich auch treffen. Hier agierte Marjan Markic zuletzt besonders unglücklich. Der Stürmer traf dreimal die Stange, einmal scheiterte er gegen Liefering mit einem an sich tollen Kopfball.

2013: Sieben Spiele in der Ersten Liga noch 

Hafner: „Es ist keine Qualitätsfrage, dass da noch zu selten ein Tor herausschaut, sondern eine Routinefrage. Ich bin mir sicher, dass Markic in der kommenden Saison zum selben Zeitpunkt weit mehr Tore am Konto haben würde.“

Gleiches gilt laut dem Chefcoach für die Abwehr, die ebenfalls aus ihren Fehlern in der neuen Liga gelernt hat. „Schön wäre, wenn wir die Klasse halten könnten. Es werden ja alle nicht schlechter, sondern lernen weiter dazu und entwickeln sich.“

Nach wie vor gibt es natürlich reichlich Möglichkeiten, noch in dieser Saison die Kastanien aus dem Feuer zu holen. Dafür muss der SC/ESV aber zu punkten beginnen – konkret in den letzten sieben Runden vor der Winterpause.

Aufwärtstrend tut gut: „Öfter auf den Platz bringen“

Zwei Heimpartien gegen Hartberg, eine gegen die Vienna und Mattersburg sowie die Gastspiele in St. Pölten, Horn und Altach werden noch im alten Jahr über Sein oder Nichtsein entscheiden.

„Wir wissen, dass der Weg aus dem Tabellenkeller in den letzten Spielen der Herbstsaison nur über Punkte erfolgen kann. In diesem Zusammenhang tut der erkennbare Aufwärtstrend gut – jetzt müssen wir das noch öfter auf den Platz bringen.“