Erstellt am 19. November 2014, 08:43

von Christopher Schneeweiß

Ende für Damen-Elf?. Die Bruckerinnen verlieren Obfrau, Spielerinnen und auch noch Coach Patrick Kasuba. Das Team steht vor dem Aus.

 |  NOEN, CSW

Paukenschlag in Petronell: Patrick Kasuba trat als Coach der Brucker Frauenmannschaft, die mit einigen Spielerinnen aus dem Bezirk gespickt ist, zurück. Beim 1:4 gegen die Juniors von Altermarkt war Kasuba nicht mehr in der Betreuerzone zu sehen. „Die Einstellung einiger junger Spielerinnen, und vor allem die ihrer Eltern, hat nicht gepasst. Das waren Sachen, die in einer 2. Liga nichts verloren haben“, erläuterte Kasuba seinen Rücktritt.

Nicht nur das: Auch Obfrau Yvonne Lindner gab bekannt, dass sie nicht mehr weitermachen wird. Sie legt eine Babypause ein und zieht sich daher zurück. Nun stellt sich die Frage, wie es beim Tabellenvorletzten der 2. Liga weitergeht. Denn neben Lindner, die auch als Spielerin aktiv war, stehen bei weiteren Teamkolleginnen die Zeichen auf Abschied.

„Ich habe der Mannschaft bis Jänner Bedenkzeit gegeben. Dann muss feststehen, wer weiterspielt. Im schlimmsten Fall müssen wir den Spielbetrieb einstellen“, so Lindner, der das Herz blutet.

„Es wird sehr schwer, ein Team zu stellen“

„Am liebsten wäre mir, dass wir genügend Spieler finden, um wieder eine Mannschaft zu stellen. Aber es wird schwierig.“ Kasuba ist bereits damit beschäftigt, Slowakinnen nach Petronell zu lotsen. Auch ihm liegt viel am Verein, den er nicht so leicht loslassen kann. Immerhin geht nun eine Ära zu Ende: „Kasi“ coachte im Prinzip neun Saisonen lang den Stamm dieser Mannschaft, die zunächst in Winden, dann in Parndorf, in Bruck und schließlich in Petronell ans Werk ging. Insgesamt drei Meistertitel konnte der Ex-Bundesligakicker der Wiener Austria mit den Frauen erringen. „Sicher soll mein Schritt auch einige aufwecken und Sachen in Bewegung bringen. Für mich gibt es aber kein zurück mehr“, stellte Kasuba klar.

Die Bruckerinnen überwintern in der 2. Liga Ost/Süd an vorletzter Stelle. Grund für die sportliche Talfahrt waren die lange Verletztenliste sowie Fehler in der Kaderplanung im Sommer.