Erstellt am 24. Juni 2015, 09:33

von Christopher Schneeweiß

"Fuxi" Fuhrmann hat beste Chancen. Stefan Fuhrmann wird wohl neuer Coach in Neusiedl. Davor wurde aber Hannes Schneider mündlich zugesagt.

Am Sonntag bereits am Platz. Stefan Fuhrmann (r.) gilt als heiße Aktie auf den Trainerposten beim NSC und stattete dem Franz Josef Cup und Platzkassier Walter Koppitsch einen Besuch ab.  |  NOEN, Schneeweiß

So freudig das Engagement von „Urgestein“ Stefan Fuhrmann als neuer Trainer des SC Neusiedl auch sein würde: Die Geschichte hat einen Schönheitsfehler. Denn 1b-Coach Hannes Schneider wurde vergangene Woche bereits mündlich zugesagt, der neue NSC-Trainer zu werden. „Ich hatte vom Obmann und Klubmanager das Wort“, berichtete Schneider und fuhr fort: „Wenige Tage danach wurde mir mitgeteilt, dass ich es doch nicht werde.“ Für den Andauer „eine Schweinerei hoch drei“, denn er habe nach der mündlichen Zusage den Familienurlaub storniert und bereits mit möglichen neuen Spielern Kontakt aufgenommen. „Jetzt stehe ich natürlich als Volltrottel da“, sagte Schneider, der nun nach eigener Aussage komplett seine Sachen beim SC Neusiedl zu packen habe. „Ich wurde entlassen“, knurrte er im BVZ-Interview.

Schneider: „Musste Urlaub stornieren“

Lukas Stranz, Klubmanager beim NSC, bestätigte, dass es eine mündliche Zusage gab. „Der Vorstand besteht bei uns aus drei Leuten und zwei haben letztendlich gegen Schneider gestimmt. Es tut mir für ihn leid, dass es so passiert ist.“ Dass der 1B-Coach aber nun entlassen sei, konnte Stranz nicht bestätigen. „Da ist das letzte Wort noch nicht gesprochen“, meinte Stranz. Obmann Claus Maurer konnte zu keiner Stellungnahme erreicht werden.

Fest steht: Ex-Kicker Stefan „Fuxi“ Fuhrmann wird wohl den freien Trainerposten in Neusiedl übernehmen (Stranz: „Es fehlt nur noch eine kleine Formalität“). Dann kann es auch in Sachen Kaderplanung bei den Neusiedlern ans Eingemachte gehen. Stranz: „Einen Einkaufswahn wie bei anderen Klubs wird es aber bei uns mit Sicherheit nicht geben.“

Fast 300 Spiele absolviert

Warum Fuhrmann beste Chancen aufs Traineramt hat? „Weil er den NSC kennt. Er hat fast 300 Spiele für uns bestritten und auch in der Regionalliga gespielt. Er verkörpert die Tugenden, die wir brauchen“, so Stranz. Zuletzt coachte Fuhrmann im Nachwuchs des SK Rapid Wien. Davor machte er sich als Nachwuchstrainer bei der AKA Burgenland einen Namen.