Erstellt am 10. November 2010, 00:00

„Gehen unseren Weg“. 2. LIGA NORD / Der FC Illmitz spielte gegen die Neusiedl 1b ausschließlich mit Eigenbauspielern – und war das klar bessere Team.

Christian Wegleitner (r., im Duell mit Pamas Fero Kalman) war im Spiel gegen Neusiedl 1b gesperrt. Auf die Leistung seiner Mannschaft kann er aber stolz sein. PFALZ  |  NOEN
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VON ANGELA PFALZ

Elf Illmitzer holten gegen die Neusiedler 1b ein 2:2. Der Punkt war hochverdient, ein Sieg wäre es auch gewesen. Da bei Illmitz beide Legionäre (Michalicka gesperrt, Pajer verletzt) fehlten, liefen tatsächlich elf „Eigengewächse“ auf. „Wir haben eine super Leistung geboten und sind sehr stolz darauf, weil wir unseren Weg konsequent verfolgen“, so Trainer und Spieler Christian Wegleitner. Mit Ausnahme von Ersatztorhüter Daniel Bader, einem 16-jährigen Podersdorfer, saßen auch auf der Bank nur Illmitzer.

„Viele Clubs verzichten schon jetzt auf die Nachwuchsarbeit und kaufen lieber in Ungarn oder der Slowakei ein, um sich eine Mannschaft zusammenzustellen. Dadurch wird die burgenländische Nachwuchsarbeit an ihrer Basis untergraben, und das in Zeiten, in denen in Mattersburg um viel Geld eine neue Akademie errichtet wurde“, so Wegleitner über den Trend im burgenländischen Fußball.

Wie es anders gehen kann, zeigt der FC Illmitz. „Bei uns bekommen einheimische Spieler kein Geld. Aber sie stehen alle hinter unserer Philosophie“, erklärt Wegleitner. Dass seine Meinung nur eine von vielen ist, ist Wegleitner bewusst. „Aber wir werden unseren Weg weiter gehen. Wenn man dann sieht, dass wir den Tabellenzweiten aus Neusiedl eine Halbzeit lang an die Wand spielen, wissen wir, dass es der richtige ist.“