Erstellt am 15. Mai 2013, 00:00

Gmasz in der Ostliga. Neuer Trainer / Sollenau stellte den Nachfolger für den im März gefeuerten Thomas Eidler vor: Gerhard Gmasz soll wieder für Ruhe sorgen.

Von Martin Trauner und Martin Plattensteiner

FUSSBALL / Vor knapp einem Monat hatte Gerhard Gmasz bei seinem Arbeitgeber ASV Nickelsdorf die Schnauze voll. Einige seiner Spieler sollen sich bei der 0:6-Pleite in Tadten auffallend passiv verhalten haben. Doch jeder Karriere-Tiefpunkt samt Keulenschlag hat scheinbar auch etwas Gutes. Ohne den Rücktritt in Nickelsdorf wäre das Engagement in der Regionalliga bei Sollenau wohl nie zustande gekommen.

„In der Vorwoche gab es den ersten Kontakt, dann ein Gespräch und ich legte mein Konzept vor“, erläutert Gmasz. „Er war sofort verfügbar“, begründet Sollenau-Obmann Christian Gruber die Entscheidung der Vereinsführung, „und er ist bereit, die mit unserem Einkaufsprogramm einhergehende Verjüngung des Kaders mitzutragen.“

Robert Weinstabl bleibt als Individualtrainer

Ab 1. Juli wird Gmasz sein Amt beim Ostligisten offiziell antreten. In den verbleibenden Runden sitzt weiterhin Jürgen Riedl als Cheftrainer auf der Betreuerbank. Dann soll Riedl – wie geplant – Gmasz als Co-Trainer unterstützen, auch am sonstigen Betreuerstab soll nicht mehr herumgebastelt werden.

„Vom Vorstand her habe ich freie Hand, was Kaderveränderungen betrifft“, so der gebürtige Purbacher. Vor allem soll die Mannschaft verjüngt werden. „Zudem soll nach den letzten Querelen wieder Ruhe in den Verein einkehren“, meint Gmasz. Eine Platzierung im vorderen Mittelfeld ist das Ziel.

Der Neo-Trainer freut sich über die neue Aufgabe, denn so „weit oben“ hat er noch nie ein Team betreut. Viermal pro Woche wird er mit seinem Betreuerstab – unter anderem auch Individualtrainer Robert Weinstabl aus Eisenstadt – am Platz stehen, in der Vorbereitung sogar fünfmal.

„Scheinbar hat sich meine Arbeitsweise herumgesprochen“, meint Gmasz. „Ich wollte immer schon einmal sehen, wie ich mit semiprofessionellen Bedingungen in der dritthöchsten Liga zurecht komme.“ Vom SC Sollenau selber bekam Gmasz ordentliche Vorschusslorbeeren – sein Vertrag läuft zwei Jahre.