Erstellt am 03. Juni 2015, 09:23

von Martin Ivansich

Nemeth: "Spielen ganzes Jahr auf tollen Grüns". Tolle Platzverhältnisse und klare Strukturen im Club sind das Erfolgsrezept von Manager Günter Nemeth.

Günter Nemeth blickt auf gelungene 12 Jahre in seiner Tätigkeit als Golfclub Neusiedler See Donnerskirchen-Manager zurück. Geht es nach ihm, bleibt er noch die nächsten zehn Saisonen dem Club in seiner Funktion erhalten.  |  NOEN, Ivansich

Der Golfplatz in Donnerskirchen zählt zu den beliebtesten in ganz Österreich. Auf der einen Seite ist dafür seine einzigartige Charakteristik mit dem Flair des Neusiedler Sees verantwortlich, auf der anderen gelingt es Manager Günter Nemeth, ausgezeichnete Rahmenbedingungen zu schaffen.

Seit 12 Jahren leitet Nemeth die Geschicke des Golfclubs Donnerskirchen.

„Bei uns werden alle Golfer gleich behandelt“

Der 53-Jährige ist dafür bekannt, dass er nicht das Image des Mister Nice Guy inne hat, dafür wissen die Golfspieler, woran sie bei ihrem Manager sind: „Bei uns gibt es eine klare Linie. Vom Mechaniker bis zum Generaldirektor werden alle gleich behandelt. Der Golfsport steht im Mittelpunkt. Außerdem gelingt es uns gut, den Platzstandard über die Saison zu halten. Man spielt das ganze Jahr über auf tollen Grüns, der Platz ist stets in einem Top-Zustand.“

Auch optisch hat sich in den letzten Jahren einiges getan: „Als besondere „Eyecatcher“ wurde das Loch 14 vom Schilf befreit. Weiters soll zwischen Loch 16 und 17 ein neuer Teich entstehen. „Dann sind die Visionen, die ich bezüglich des Platzes hatte, so gut wie abgeschlossen. Alles andere würde große Umbauarbeiten bedeuten und viel Geld kosten.

Für Nemeth sind auch andere Punkte wichtiger: „Der Platz ist sowieso einzigartig in Österreich. Da braucht man gar nicht viel künstlich ändern. Das Clubhaus ist vielleicht nicht das modernste, aber es ist immer sauber. Außerdem spielt sich das Vereinsleben auf dem Platz ab. Die Leute kommen zu uns, um Golf zu spielen. Daneben funktioniert die Zusammenarbeit zwischen den Betreibern und dem Club seit zwei Jahren einwandfrei. Ich denke auch, dass wir einen gewissen Stellenwert in der Region haben. Von den elf Angestellten ist die Hälfte aus Donnerskirchen oder der Umgebung. Rund 5000 bis 6000 Menschen kommen jährlich zu uns und bringen einiges an Kaufkraft mit.“

"Golf ist auf jeden Fall leistbar"

Knapp 400 Mitglieder und eben tausende Besucher bestätigen die gute Arbeit, die dort geleistet wird. Und sorgen dafür, dass der Club im Vergleich zu anderen wirtschaftlich gut da steht. „Derzeit ist Golf etwas rückläufig. Das können selbst die tollen Leistungen von unserem Aushängeschild Bernd Wiesberger nicht verhindern. Wir spüren den Rücklauf im Golf zum Glück kaum, während andere Clubs bis zu 40 Prozent Einbußen haben.

Die Gründe dafür sieht der Manager speziell in der Frage des Gelds: „Klar ist der Einstieg teuer. Einschreibgebühr, Ausrüstung und Mitgliedschaft kosten einiges und schrecken auch ein wenig ab. Dann aber ist Golf vergleichsweise billig. Ein Liftkarte fürs Skifahren ist teurer als eine Runde Golf. Wir haben die Preise angepasst. Golf ist auf jeden Fall leistbar. Es fehlt derzeit aber generell auch an der Mittelschicht. Die 30 bis 45-Jährigen bleiben aus.“

Damit speziell diese Mittelschicht, aber auch andere Nicht-Golfer den Weg nach Donnerskirchen finden, hat Nemeth einen Tipp parat: „Man ist hier vier oder fünf Stunden auf einem Golfplatz mitten in der Natur, kann abschalten vom Stress und hat hier eben einen wichtigen Ausgleich.“