Erstellt am 26. Oktober 2011, 00:00

Hannes Sack trat zurück. SC FRAUENKIRCHEN / Flogen die Fäuste? Offiziell warf Obmann Hannes Sack nach „Unstimmigkeiten“ das Handtuch.

 |  NOEN
x  |  NOEN

VON BERNHARD FENZ

UND PHILIPP FRANK

Samstag, 15. Oktober, Sportplatz Gattendorf: Die Gäste aus Frauenkirchen siegten mit 3:1. Nach dem Schlusspfiff lief aber nicht alles harmonisch ab, im Gegenteil: Unter anderem gerieten SCF-Obmann Hannes Sack und sein Trainer Kurt Baumann aneinander. Dabei soll es auch zu einer deftigen Auseinandersetzung gekommen sein: Mehrere Augenzeugen berichteten von einem Eklat, bei dem auch die Fäuste geflogen sein sollen. Offiziell wollte das aber niemand bestätigen.

„Rempelei und  Unstimmigkeiten“

 

Gattendorf-Obmann Gerhard Lengyel: „Das ist eine interne Vereinsangelegenheit des SC Frauenkirchen. Fakt ist, dass sich Obmann Sack nicht so benommen hat, wie er es hätte tun sollen.“

Sack selbst gab gegenüber der BVZ zu Protokoll: „Ja, es gab eine Meinungsverschiedenheit, es kam aber nicht zu Handgreiflichkeiten.“ Werner Kandl, Obmannstellvertreter des SC – auch er war vor Ort – sprach von einer „Rempelei und Unstimmigkeiten.“ Und Trainer Kurt Baumann stellte fest: „Es kam zu Rempeleien zwischen dem Obmann und Gattendorfern, ich wollte schlichten. Damit ist alles gesagt.“

Am Montag darauf folgte eine Krisensitzung, Obmann Hannes Sack trat zurück – aus „persönlichen“ Gründen, wie auf der Homepage des SC zu lesen ist. Nachfolger wurde Werner Kandl. Er leitet vorerst bis zur Generalversammlung im Jänner die Geschicke des Vereins. Für den Neo-Obmann sind der Vorfall am Sportplatz und der Rücktritt abgehakt: „Die Unstimmigkeiten sind mittlerweile bereinigt, wir haben mit ihm gesprochen, für mich ist die Sache abgeschlossen. Ich denke, Familie, Beruf und Verein – eben das Gesamtpaket – sind ihm zu viel geworden.“

Hannes Sack selbst sprach bei den Unstimmigkeiten vor allem die Perspektivsetzung an: „Ich wollte mit unseren Spielern noch mehr erreichen und mit Eigenen zusätzliche PS auf die Straße bringen. Wir können uns keine Zugänge leisten, darum musste ich auch auf die Bremse steigen – der Verein muss gesund dastehen.“ Für Baumann übrigens kein Problem: „Das war für mich klar und nie ein Thema.“

 

 

Hannes Sack warf als Obmann des SC Frauenkirchen das Handtuch.

 

 

 

 

 

Neo-Obmann: Der bisherige Stellvertreter Werner Kandl übernimmt vorerst bis zur Generalversammlung im Jänner den Chefposten.

SCHNEEWEISS