Erstellt am 30. Dezember 2015, 09:26

von Martin Plattensteiner

Hospitation in München. Rainer Messetler (BFV-U14) und Christian Wegleitner (Admira-U16), beide aus Illmitz, nutzten die Möglichkeit, dem FC Bayern-Nachwuchs auf die Beine zu sehen.

Ösis unter sich. Bayerns U14-Trainer und Ex-Profi Harald Cerny (Mitte) mit den beiden Hospitanten aus dem Burgenland.  |  NOEN, zVg

Die beiden Illmitzer Christian Wegleitner (Trainer der AKA Admira Wacker U16) und Rainer Messetler (Trainer beim BFV, Landesauswahl U14 und Individualtrainer) – beide sowohl mit der UEFA-A- als auch UEFA-Elite-Junioren-Lizenz ausgestattet – hospitierten vor den Feiertagen beim großen FC Bayern München. Am Trainingsgelände in der Säbener Straße konnte der Spielbetrieb des Alaba-Klubs exakt unter die Lupe genommen werden.

Heiko Vogel, Leiter des Bayern-Juniorteams (so wird die Nachwuchsabteilung in München genannt), führte vor drei Jahren noch den FC Basel (Schweiz) zum Meistertitel. Sowohl er als auch seine Kollegen Tim Walter (U17-Trainer), Michael Tarnat (der Ex-Profi ist bei den Bayern verantwortlich für die sportlichen Belange der U12 bis U16) und der Österreicher Harald Cerny (Coach der U14) nahmen sich viel Zeit für die beiden Illmitzer.

Neben den aufschlussreichen Gesprächen wurden auch viele Übungseinheiten der unterschiedlichsten Nachwuchsteams beobachtet und dokumentiert. Zwei Sichtungsspiele standen ebenfalls am Programm.

Mit Nina Vogel trafen Messetler und Wegleitner einen weiteren Österreich-Export. Die Ex-Nationalteam- und Bayern-Spielerin blieb den Münchnern als Mitarbeiterin der Presseabteilung erhalten.

Messetler: „Müssen uns nicht verstecken“

Der Höhepunkt der Hospitation war der Besuch des Bundesligaspiels des FC Bayern gegen Hertha BSC. Die Münchner gewannen gegen die Berliner mit 2:0. Zu guter Letzt wurde vereinbart, dass zwischen dem Burgenland und Bayern weiterhin ein reger sportlicher Austausch herrschen soll.

„Man hat in jeder Sekunde der Hospitation gesehen, warum der FC Bayern zu den Top-5-Adressen der Welt gehört“, strahlte Christian Wegleitner. „Die Überzeugung von dem, was sie tun, ist beeindruckend.“

Auch Rainer Messetler war schwer begeistert. „Alle Mitarbeiter verfolgen ein Ziel“, so der BFV-Coach. In der täglichen Trainingsarbeit sieht Messetler keine gravierenden Unterschiede zu der in Österreich. „Natürlich ist man in Deutschland deutlich breiter aufgestellt als bei uns. Ich habe beispielsweise Nachwuchsteams mit bis zu sechs Betreuern am Platz gesehen. Da kann man viel besser ins Detail gehen.“ Er sieht aber auch rot-weiß-rote Vorteile.

„Betreff Schulkooperation sind wir einen Schritt voraus. Im Bereich der Infrastruktur müssen sich unsere Akademien nicht verstecken“, so Rainer Messetler.