Erstellt am 31. Juli 2013, 00:00

„Ich muss ein Vorbild sein“. BVZ Burgenlandliga / Parndorf Amateure-Coach Richard Slezak stand der BVZ Rede und Antwort.

Topfit. Vor dem Training schwitzt Parndorf Amateure-Coach Richard Slezak gerne ein Stündchen in der Kraftkammer und geht damit mit gutem Beispiel voran. Mit seiner Elf möchte er heuer unter die ersten Fünf.Schneeweiß  |  NOEN

BVZ: Die Parndorfer Amateur-Mannschaft hat in der Übertrittszeit grobe Änderungen erfahren. Haben Sie vor dem Burgenlandliga-Saisonauftakt ein gutes Gefühl, was Ihre neue Truppe betrifft?
Richard Slezak: Ich denke sehr positiv über diese Mannschaft. Sie ist jünger geworden, hat aber an Qualität gewonnen, weil einige Akademie-Spieler geholt wurden. Gleichzeitig bedeutet das für uns, dass wir Geduld haben müssen. Die Mannschaft braucht sicher noch ihre Reifezeit.

Hat sich vom Training im Vergleich zur abgelaufenen Saison etwas geändert?
Nein, das nicht. Im Prinzip geht es nach wie vor darum, die junge Mannschaft für den Männerfußball in der BVZ Burgenlandliga vorzubereiten. Grundsätzlich lege ich im Training sehr viel Wert auf Laufstärke und Offensivkraft.

Es heißt, dass Sie mit gutem Beispiel vorangehen und vor dem Training selbst in der Kraftkammer auch mal ein Stündchen schwitzen ...
Ich muss ein Vorbild sein und möchte natürlich mit gutem Beispiel vorangehen. Die Einstellung der Burschen wird eine andere sein, wenn sie sehen, dass der Trainer voll mitzieht. In Wahrheit mache ich das aber für mich: Ich war 20 Jahre lang Profispieler, ich brauche die Fitness, sonst würde mir im Leben etwas fehlen.

Läuft die Vorbereitung nach Wunsch?
Es läuft alles nach Plan. Nur die Verletzung von Neuzugang Tobias Schmickl tut uns weh. Er hat sich eine Zehe ausgekugelt, läuft aber schon wieder und wird bald spielen können.

"Neusiedl? Für mich eine Partie wie jede andere."

Inwiefern wird es zum Problem, wenn die Amateur-Mannschaft Spieler vom Erste Liga-Kader einsetzen muss, um deren Spielpraxis zu sichern?
Das ist alles mit Cheftrainer Paul Hafner und Manager Andi Hackstock abgesprochen. Das ist eben in einer Amateurmannschaft ganz normal und daran müssen sich unsere jungen Spieler gewöhnen. Es ist auch klar, wenn beispielsweise ein Marjan Markic in unsere Mannschaft kommt, dass sich die Jüngeren hinten anstellen müssen. Das ist eine Qualitätsfrage.

Wie lautet das Ziel der Parndorfer Amateure für diese Saison?
Ich will unsere Jungs nicht unter Druck setzen, aber ich visiere einen Platz unter den ersten Fünf an.

Das Ziel im Unterbewusstsein des SC/ESV heißt, in der Tabelle vor dem SC Neusiedl zu stehen. Wie stehen Sie dazu?
Es stimmt, dass das vielen sehr wichtig ist. Ich denke, dass beide Mannschaften gleichauf sein werden. Die Spiele werden größte Motivation auf beiden Seiten hervorrufen, für mich ist es aber eine Partie wie jede andere auch.

Im aktuellen Test gegen den UFC Tadten haben die Amateure mit 9:1 gewonnen. Ein Fingerzeig?
Ich habe immer gesagt: Wenn uns eine Mannschaft spielen lässt, können solche deutlichen Ergebnisse zustande kommen. Wir schwächeln, wenn uns der Gegner mit Härte begegnet. Daran müssen wir in der neuen Saison arbeiten.

Interview: C. Schneeweiß