Erstellt am 08. Februar 2012, 00:00

Jetzt soll Kroatien helfen. REGIONALLIGA OST / In Dugopolje – rund 800 Kilometer südlich von Parndorf – wollen die Ostligakicker des SC/ESV auf Naturrasen trainieren. Wenn das Wetter mitspielt …

Ab Samstag wird Parndorfs Cheftrainer Paul Hafner seine Spieler (im Bild Filip Chlup) eine Woche lang beim Trainingslager in Kroatien auf die Frühjahrssaison in der Ostliga einschwören.BERNHARD FENZ  |  NOEN
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VON BERNHARD FENZ

Samstag um 8 Uhr früh wird der Parndorf-Tross nach einem gemeinsamen Frühstück in Richtung Süden aufbrechen. Eine Woche lang will Trainer Paul Hafner gemeinsam mit seinem „Co“ Christoph Tischler und Tormanntrainer Peter Paluch die Spieler in technisch-taktischer auf das Ostliga-Frühjahr vorbereiten. Zuletzt präsentierte sich die Mannschaft bereits spielfreudig, speziell die Retourbewegung von der Offensive in die Defensive ist aber ausbaufähig und zeigte noch Mängel auf.

Ab Samstag ist jedenfalls genug Zeit vorhanden, um Fehlerquellen zu minimieren. Nach Möglichkeit sollen die Trainingseinheiten dabei auf Naturrasen über die Bühne gehen. Weil aber die Kältewelle auch unverschämt weit in den Süden reicht, müssen die Parndorfer noch auf Wetterbesserung hoffen. „Es sieht ganz gut aus, dass wir in der kommenden Woche vielleicht sogar bis zu plus zehn Grad haben werden“, verriet Hafner schon vorab die relativ guten Prognosen.

Horn weilt in Belek, Verfolger  Parndorf in Dugopolje

Daher steigen auch die Chancen, dass die Mannschaft ab Sonntag die beiden täglichen Einheiten auf echtem Grün absolvieren kann – falls nicht, steht in jedem Fall ein topmoderner Kunstrasen zur Verfügung.

Testen können die Nordburgenländer übrigens auch. Erst treffen Richard Wemmer und Kollegen am Montag auf den Drittligisten Magaskar, am Donnerstag steigt mit dem Spiel gegen Lokalmatador Dugopolje (aktuell Tabellenführer in Kroatiens zweiter Liga) die größte sportliche Herausforderung.

Während sich Regionalliga-Winterkönig Horn seit vorigem Donnerstag (und noch bis Samstag) im türkischen Belek den Feinschliff für das Frühjahr holt, vertraut der SC/ESV auf die Bedingungen im Süden Kroatiens – Dugopolje liegt nur einen Steinwurf von Split entfernt.

Am Personalsektor ist Grundwehrdiener Philip Petermann mit von der Partie. Wie ausgemacht, steht der Goalie zur Verfügung. In den sauren (Grundausbildungs-)Apfel müssen hingegen Daniel Gangl und Julian Salamon beißen, die seit Montag in Bruckneudorf stationiert sind. Hafner: „Da kann man nichts machen. Beide sind in den bisherigen Tests aber bereits ausreichend zum Einsatz gekommen, sodass ihr Fehlen nicht so schlimm ist. Außerdem werden sie nach Möglichkeit abends bei der 1B mittrainieren.“ Der Rest des Kaders, auch der nach seinen langwierigen Verletzungssorgen rekonvaleszente Manuel Salomon oder die zuletzt angeschlagenen Spieler Richard Stern (Achillessehen) und Filip Juroszek (Fersenprellung), ist dabei.

Und auch 1B-Crack Gerhard Karner sitzt im Bus Richtung Dugopolje. Anfang Dezember wurde er informiert, dass er seine Chance „oben“ erhalten werde. „Er soll sich nun auch einmal im Training und unter erhöhtem Tempo beweisen.“ Samstag in einer Woche kehrt die Mannschaft übrigens wieder retour.

Tests gegen Götzendorf und  gegen Retz waren positiv

In der vergangenen Woche testete der SC/ESV zweimal. Retz und Götzendorf, Zweiter und Sechster der 1. NÖN Landesliga in Niederösterreich, wurden 5:2 sowie 2:0 besiegt. Hafners Resümee: „Diese zwei Mannschaften waren nach der Vienna die stärksten Test-Gegner bisher.“