Erstellt am 10. Juli 2013, 00:00

Kein gutes Pflaster. Aussichtslos / Im Burgenland gibt es heuer keine Frauenliga. Neusiedl und Mönchhof schließen sich der 1. Klasse A in Wien an.

Von Angela Pfalz

FRAUENFUSSBALL / Wenn es um Frauenfußball geht, gibt es im Burgenland Nachholbedarf. In der letzten Saison wurde die Meisterschaft zur Farce. Es ist auch ziemlich unlustig, jede Woche gegen den gleichen Gegner zu spielen. Anfänglich hätten vier Mannschaften um den Titel in der burgenländischen Frauenliga kämpfen sollen. Siget zog aber noch vor dem ersten Spiel zurück, übrig blieben Neusiedl, Mönchhof und Neufeld.

In Neusiedl kamen bald Zweifel an der Sinnhaftigkeit einer solchen Meisterschaft auf. Das Team entschied sich, lieber zu trainieren und Testspiele zu bestreiten, um im nächsten Jahr dann durchzustarten. Neufeld ließ sich alle paar Wochen von Mönchhof abschießen und beendete die „Meisterschaft“ mit null Punkten. Die reichten immerhin für Platz zwei.

Keine Freigabe für die Brucker Damen 

In der nächsten Saison dürfte es für die Mönchhoferinnen schwieriger werden. Die haben sich nämlich ebenso wie Neusiedl der 1. Klasse A in Wien angeschlossen. Weil im Burgenland eine reguläre Meisterschaft nicht möglich war, gaben die Landesverbände grünes Licht für eine Teilnahme an der Wiener Liga.

Neusiedls Sportlicher Leiter Rainer Setik ist froh, dass seine Mannschaft bald wieder einen regelmäßigen Spielbetrieb erfahren wird. Die Spielerinnen könnten sich so besser entwickeln, mit anderen Teams messen und wären auch motivierter, am Training teilzunehmen.

Ihre Zukunft hatten auch die Parndorfer Damen nicht im Burgenland gesehen – sie haben mittlerweile in Bruck ihren eigenen Verein gegründet. Brisant dabei: Parndorf ziert sich, den Spielerinnen die Freigabe zu erteilen. „Da gibt es noch Komplikationen“, so Trainer Patrick Kasuba. Trotzdem ist die Vorbereitung in vollem Gang.

Am Freitag steht das erste Testspiel auf dem Programm. Gegner ist dabei kein geringerer als Champions-League-Teilnehmer Spratzern.