Erstellt am 11. November 2015, 09:49

von Christopher Schneeweiß

Koloman Gögh: Todestag eines Idols. Vor 20 Jahren verstarb die Golser Legende Koloman Gögh bei einem Autounfall. Der Verein widmet ihm nun ein Andenken.

Ex-SV Gols-Obmann Paul Leitner mit dem Entwurf einer Gedenktafel, die er mit einer Gruppe aus Gols für Koloman Gögh anfertigen hat lassen. Am 22. November wird diese beim Grab des ehemaligen Fußballidols abgelegt.  |  NOEN, Schneeweiß

Mit dem Namen Koloman Gögh verbindet der SV Gols die erfolgreichste Zeit der Vereinsgeschichte. Der 56-fache Teamspieler der Tschechoslowakei kam 1987 nach Gols und formte als Spielertrainer aus der damaligen 2. Liga Nord-Truppe ein explosives Gemisch.

„Es war eine unbeschreiblich schöne Zeit“, erinnert sich der damalige Obmann Paul Leitner mit einem Lächeln zurück. „Es hat drei Anläufe gebraucht, bis Koloman endlich alle Papiere beisammen hatte und bei uns war.“ Schließlich war es soweit und Leitner holte mit seinem Vater Koloman Gögh persönlich von der Grenze ab.

„Als wäre es gestern gewesen, ich kann mich noch ganz genau erinnern.“ Der Fußballprofi machte den Golser Kickern rasch Beine. Der Abstieg wurde abgewandt und es begann der Durchmarsch bis in die Regionalliga, wo sich der Klub drei Jahre lang halten konnte. „Dabei wurden wir am Anfang als Abstiegskandidat gehandelt“, schmunzelte Leitner.

Tödlicher Autounfall schockte den SV Gols

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Nach dem Abstieg begann Gögh aus der jungen Landesliga-Mannschaft eine feste Konstante in Burgenlands höchster Spielklasse zu formen. Doch dann kam der 11. November 1995.


Nach dem Nachtragsmatch gegen Parndorf (0:1) verunglückte Gögh auf der Heimfahrt tödlich und schockte die hiesige Fußballwelt. „Er war ein ganz besonderer Mensch“, erinnert sich Leitner zurück. „Sein Geschick, sein Fachkönnen und seine Menschlichkeit waren herausragend.“

Ihm zu Ehren fährt nun eine Abordnung aus Gols zum Grab des verstorbenen Fußballidols in die Slowakei. „Das sind wir unserem Kolo schuldig. Wir werden ihn niemals vergessen“, so Leitner, der mit seinen Kameraden eine Gedenktafel anfertigen ließ. Diese wird dann am 22. November am Grab angebracht.