Erstellt am 20. Juni 2012, 00:00

Lackner löst Hermann ab. 2. LIGA NORD / Sepp Lackner heuert zum insgesamt dritten Mal in Sankt Georgen an. Mit ihm auf der Betreuerbank soll der Aufstieg in die Burgenlandliga endlich klappen.

Gerhard Bors ist der neue Mann beim UFC Tadten. Ein gesicherter Mittelfeldplatz ist das Ziel.  |  NOEN
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VON MARTIN PLATTENSTEINER

Die Topmeldung kam noch vor der letzten Runde. Der UFC Sankt Georgen baut nicht mehr auf die Dienste von Trainer Andi Hermann. „Wir gehen im Guten auseinander und haben gegenseitiges Stillschweigen vereinbart“, ließ der Verein in einer offiziellen Presseaussendung wissen. Der neue starke Mann ist ein alter Bekannter. Sepp Lackner heuert nun bereits zum dritten Mal beim Dorfklub in der Landeshauptstadt an.

Andi Hermann hatte das gesteckte Ziel, den Aufstieg in die Landesliga, verfehlt und musste nun seinen Stuhl räumen. Gegen Mönchhof saß er ein letztes Mal auf der Betreuerbank und wurde ebenso wie die Spieler Kasuba, Herich und Szijjarto verabschiedet. Lackner selber soll das Projekt Aufstieg Wirklichkeit werden lassen. „Wir haben unsere Differenzen, die vor zwei Jahren zu meinem Abschied führten, ausgeräumt“, meinte Lackner nach dem zweiten Gespräch mit dem Vorstand. „Ich habe damals meine Arbeit nicht fertig machen können.“ Bereits am Dienstag erläuterte er dem Kader seine Vorstellungen. Wer Lackner kennt, weiß, dass es in Zukunft in Sankt Georgen keinen Platz für Undiszipliniertheiten oder Trainingsfaulheit geben kann. „Der Mensch und der Fußballer – das sind zwei Paar Schuhe“, so Lackner. „Wer aber aufsteigen will, muss als Fußballer funktionieren.“ 20 Punkte Rückstand auf Purbach und 45 Gegentreffer – bei dieser Bilanz müssen sich laut Lackner alle Akteure genau hinterfragen.

Franz Ziniel erbat sich noch  Bedenkzeit in Halbturn

Einen neuen Mann werden auch die Halbturner präsentieren. Feuerwehrmann Johannes Stadler gab nach dem „Brand Aus“ seinen Abschied vom Fußball bekannt. „Sechs Mal habe ich Vereine gerettet, ein siebentes Mal wird es nicht mehr geben. Ich hänge meinen Trainerschein an den Nagel“, erläuterte der 54-jährige Fußball-Tausendsassa. Als Nachfolger hofft man auf Franz Ziniel, der den Verein wie kein anderer kennt. Vor zweieinhalb Jahren war „Zif“ ausgezogen, um in Parndorf etwas zu bewegen. Dort kam in der Vorwoche die Kündigung. „Mein Umgang mit den Spielern war angeblich zu kameradschaftlich“, wiederholt Ziniel den Grund für das Ende seines Engagements. „Ich bin ordentlich enttäuscht. Das muss ich erst einmal verdauen. Ich habe Halbturn noch nicht zugesagt.“

In Tadten wurde Gerhard Bors (er kennt den Verein bereits als Trainer) als Nachfolger von Didi Bader engagiert. „Wir waren seit einigen Wochen in Kontakt“, so der Neo-Coach. „So eine Zittersaison will man hier nicht mehr erleben.“ Noch nicht fündig am Trainersektor wurde hingegen der SC Trausdorf.