Erstellt am 04. Mai 2011, 00:00

Lockerheit im Gleichschritt. REGIONALLIGA OST / Parndorf marschiert von Sieg zu Sieg. Relegationskonkurrent Horn steht den Nordburgenländern aber diesbezüglich um nichts nach, das ist ein Problem.

Miroslav Milosevic und seine Kollegen machten auch gegen die Admira Amateure (im Bild Marcel Sabitzer) eine ausgezeichnete Figur.  |  NOEN
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VON BERNHARD FENZ

Zwar wankten die Waldviertler in den Runden vor dem klaren 4:0 bei Ostbahn dreimal nur zu knappen Erfolgen, die Ergebnisse geben Michi Streiters Mannschaft aber Recht.

Also kann Parndorf derzeit nur eines machen: laufend mitziehen und auf einen Horn-Umfaller hoffen. Der ist in den letzten fünf Runden dringend nötig, wenn die Spieler von Trainer Simon Knöbl die Relegation (die Austria-Fohlen können in dieser Wertung als nicht-aufstiegsberechtigte Bundesliga-Amateure ignoriert werden) gegen den Neunten der Ersten Liga erreichen wollen.

„Wir fühlen uns in dieser  Rolle durchaus wohl“

Vorwerfen brauchen sich die Kicker in den vergangenen Runden nichts, die Bilanz gegen Ostbahn, Sportklub und die Admira Amateure ist mit neun Punkten und 14:0 Toren eindrucksvoll. Knöbl: „Wir sind in der Jägerrolle gut unterwegs und fühlen uns dabei wohl. So wie die Mannschaft auftritt, ist sie fähig, nur an das nächste Spiel zu denken und sich entsprechend auf das Wesentliche zu fokussieren. Daher bin ich zuversichtlich.“

Der 32-Jährige sieht aber auch die Ausgangslage nüchtern: „Horn ist klarer Favorit auf die Relegation. Wir können jetzt noch 15 Punkte holen. Sind sie dann trotzdem vor uns, haben sie eine Über-Drüber-Rückrunde gespielt und sich die Relegation verdient.“

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Freilich lauert die Crew des SC/ESV trotz aller Respektsbekundungen darauf, dass sich die Niederösterreicher zumindest einmal Blöße geben. Da könnte schon ein Unentschieden reichen, denn Parndorf war brav und hat sich durch die Kantersiege eine bessere Tordifferenz erspielt – möglicherweise noch ein Trumpfass, wer weiß?

Am Freitag haben Neo-Kapitän Roman Kummerer und seine Mitspieler jedenfalls die Chance, bei Schlusslicht Baumgarten weiter Punkte zu sammeln. Davor wird fleißig trainiert und geübt, Simon Knöbl sieht diese Phase auch als Chance für fruchtbare Trainings-Arbeit: „Es gibt immer wieder zwei, drei Situationen, in denen wir nicht so umschalten, wie es sein sollte. Derzeit herrscht wieder Euphorie, der Wille ist da, jetzt können wir uns weiterentwickeln und an Feinheiten arbeiten.“

Herauskommen soll unterm Strich eine Mannschaft, die „auch dann gewinnen kann, wenn wir einmal nicht so klar überlegen sind wie zuletzt. In solchen Partien müssen wir mehr Ruhe bewahren und dürfen nicht hektisch werden. Dann klappt es auch, wenn ein Spiel enger ist. In Sollenau oder in Schwechat funktionierte das ja leider nicht.“

Personell gibt es derzeit keine Veränderungen. Die aktuell erfolgreiche Mannschaft steht, junge 1B-Spieler wie etwa Christoph Schneider sollen zudem weiter an die Kampfmannschaft herangeführt werden.