Erstellt am 21. Mai 2014, 09:47

von Bernhard Fenz

Manipulation: Thema vom Tisch – vorerst. 2. Liga Nord / Der BFV hat die „Causa Nickelsdorf“ und die Vorwürfe gegen Christian Dintar geschlossen – die Schiris wollen bald kontern.

Schiedsrichter Christian Dintar steht im Fokus. Foto: Schneeweiß  |  NOEN, Csw
Für Aufsehen hat der ASV Nickelsdorf gesorgt, der nach der 0:2-Pleite am 3. Mai in Mönchhof eine Untersuchung des Verbands in Bezug auf mögliche Spielmanipulation gefordert hatte.

BFV lud Verein ein, neue Beweise einzubringen

Kritisiert wurde in diesem Zusammenhang Referee Christian Dintar bei zwei Entscheidungen, die aus Sicht des ASV spielentscheidend und nicht regelkonform gewesen sein sollen. Trainer Norbert Pammer sah das übrigens anders – ein Mitgrund, warum sich der Klub daraufhin von ihm getrennt hat.

Auf offizieller Ebene reagierte der Burgenländische Fußballverband mittlerweile und teilte mit, dass es aufgrund der vorliegenden Fakten kein Verfahren geben werde. Der Verein sei aber eingeladen, neue Beweise einzubringen. Das wird laut Obmann Michael Schmickl jedoch nicht passieren: „Für uns ist die Sache damit abgehakt.“

Dintar: „Mir geht es um die Sache an sich“

Das Burgenländische Schiedsrichterkollegium wird die nach dem Spiel verfasste Presseaussendung des Vereins aber sehr wohl aufgreifen – und quasi zum direkten Konter übergehen. Schiriboss Günter Benkö: „Wir streben aufgrund der Vorkommnisse ein Verfahren gegen Nickelsdorf an, bei dem die Themen „Ehrverletzung“ sowie „Verletzung des Fair Play-Gedankens“ zur Sprache kommen sollen.“

Christian Dintar selbst, der am Sonntag übrigens das ÖFB-Samsung-Cupfinale Salzburg gegen St. Pölten (4:2) in Klagenfurt geleitet und mit seinem Team eine gute Benotung erhalten hatte, möchte noch abwarten: „Erst soll das Thema offiziell abgeschlossen werden, sodass es eine fixe Entscheidung gibt. Dann wird man weitersehen. So oder so geht es mir hier weniger um meine Person, sondern um die Sache an sich. Es kann doch nicht sein, dass man aufgrund angeblicher Fehlwahrnehmungen mit Manipulation in Verbindung gebracht wird. Das ist keine sportliche Diskussionsebene.“

Besagtes Verfahren will man laut Benkö von Schiriseite aus („so es nicht schon vom Verband eingeleitet wird“) im Zuge der nächsten BFV-Vorstandssitzung im Juni beantragen.