Erstellt am 21. September 2011, 00:00

„Mehr Faktoren zählen nicht“. REGIONALLIGA OST / Nach dem 3:1-Erfolg gegen Simmering reduziert Trainer Simon Knöbl die Leistung vor allem auf das Ergebnis – darauf könne man nun aufbauen.

In der zweiten Halbzeit des Spiels Parndorf gegen Simmering kam es kurzfristig zu tumultartigen Szenen. Einer der Auslöser war eine Rangelei, in deren Zuge Thomas Jusits (r.) am Boden liegen blieb. Mag sein, dass er attackiert wurde – Jusits hob allerdings zu motiviert ab, schauspielerisches Talent kann man ihm nicht absprechen. Am Ende legte sich die allgemeine Unruhe doch und die Gemüter beruhigten sich wieder.  |  NOEN
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VON BERNHARD FENZ

Es sollte nach der 1:2-Niederlage gegen Sollenau und der vorwöchigen Zwangspause (wegen der Spielverschiebung des Spiels in Stegersbach) ein Parndorfer Ausrufezeichen werden. Geworden sind es drei Punkte gegen einen starken Aufsteiger aus Simmering – das ist positiv –, allerdings ohne Glanz und Glorie. Zu wenig lief rund, zu viele Leerläufe schlichen sich in die Bemühungen der Gastgeber.

Dass der SC/ESV trotzdem als Sieger vom Platz ging, ist für Coach Simon Knöbl das wesentlichste Argument für eine zufriedene Bilanz: „In der Situation zählt rein das Ergebnis. Ein 3:1 gegen Simmering ist absolut o.k., mehr Faktoren zählen nicht.“

Noch zu viele schwache  Phasen des Meisters

Somit finden sich die Nordburgenländer auch im dichten Feld der Horn-Verfolger wieder – nach Verlustpunkten wäre der SC/ESV sogar Dritter.

Was nachdenklich stimmen muss, sind die schwachen Phasen des aktuellen Meisters. In den ersten 25 Minuten waren die Heimischen laut Knöbl gegen Simmering präsent, „dann haben wir ein bisschen gehadert, dass es nicht so gut gegangen ist. Nach der Halbzeit hat dann die Torfolge für uns gesprochen. Die Reaktion auf den Ausgleich zum 1:1 war mit der prompten neuerlichen Führung gut.“

Bis Parndorf ein auch über 90 Minuten lang gut funktionierendes Ganzes wird, dauert es noch, wie Knöbl immer wieder betont: „Wir wissen, dass wir besser spielen können und noch einige Schritte machen müssen. Nur funktioniert das mit einer neuen Mannschaft eben nicht gleich nach einem Spiel, das braucht seine Zeit und ist alles eine Entwicklungsgeschichte.“ Zudem dürfe man „nicht alles gleich schlechtreden – außerdem sind wir in der Tabelle dran.“

Nächste Aufgabe am Gelände  des Hanappi-Stadions

Nach dem gestrigen Zweitrunden-Match im ÖFB-Samsung-Cup gegen Admira Wacker (die Partie wurde nach Redaktionsschluss angepfiffen) warten am Freitag im Zuge der Ostliga die Rapid-Amateure. Für das Spiel am Trainingsplatz des Hanappi-Stadions sollte Milan Jankovic (der am Oberschenkle leicht angeschlagen war) wieder fit sein. Er war gegen Simmering vor allem in Hälfte eins ein Aktivposten. Philipp Galee laboriert(e) an einem ganz leichten Einriss des Seitenbands – noch ist nicht fix, wann er wieder topfit sein wird und zur Verfügung steht. Und bei Julian Salamon wurde ein Bändereinriss im Knie diagnostiziert – er wird noch drei bis vier Wochen pausieren müssen.

SC/ESV PARNDORF