Erstellt am 01. Dezember 2010, 00:00

Mit Power (Point) in die Meisterschaftsspiele. REGIONALLIGA OST / Die digitale Präsentation ist beim SC/ESV Standard – zumindest seit Simon Knöbl Trainer ist.

Der Erfolg gibt dem Trainer (und der Mannschaft) vorerst jedenfalls Recht. »Wir haben das gleiche Ziel, das zählt.« Denn unterm Strich geht es für alle Beteiligten schließlich nur um eines: gute Ergebnisse. SC/ESV PARNDORF  |  NOEN
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VON BERNHARD FENZ

Das gute Flipchart ist altbewährt – auch im Fußball. Mit Stift auf aufgespanntem Papier Vorgänge, Spielzüge und diverse Varianten sichtbar zu machen, ist bei Besprechungen ein gutes Werkzeug und so der Sache dienlich.

Parndorfs Trainer Simon Knöbl greift trotzdem nur mehr selten zu dieser Präsentations-Methodik. Er vertraut der digitalen Linie und bereitet seine Spieler lieber am Bildschirm – per Power-Point-Präsentation – auf die nächste Partie vor. Warum eigentlich?

„Einerseits kann man mit einer bunten Präsentation mehr Aufmerksamkeit erreichen, andererseits sind etwa Statistiken digital viel leichter und besser darstellbar. Im Falle des Flipcharts müsste ich dafür einen Malkurs besuchen…“

Also wird in Parndorf mit digitaler Hilfe besprochen, wenn es um die letzten Details vor einer Partie geht. Nicht nur die Startaufstellung und etwaige Spielsituationen werden am Bildschirm aufbereitet, auch Tabellen und Statistiken in Zusammenhang mit dem SC/ESV sind stets Teil der finalen Vorbereitung. „Ich mache das schon lange“, erzählt Knöbl.

Geburtsstunde zu Werner  Hoffmanns Zeiten

Konkret war es im Sommer 2008, als der gebürtige Halbturner damals die 1b des SC/ESV übernommen hatte. „In meiner Funktion als Individualtrainer habe ich schon mit einzelnen Spielern am Laptop gearbeitet. Dann hat damals Werner Hoffmann bei einer Flipchart-Besprechung gemeint, dass doch einmal etwas Neues kommen könnte. Da habe ich eine Präsentation für die gesamte Mannschaft zusammengestellt, seitdem ist das Standard.“

Auch am 12. November 2010, als der SC/ESV die letzte Ostliga-Herbstrunde gegen die SVM Amateure in Angriff nimmt. Zwölf Minuten dauert die Besprechung, die pünktlich 70 Minuten vor dem Anpfiff im VIP-Raum des Heidebodenstadions über die Bühne geht. Zwölf Minuten? Knöbl ist vor dem Spiel kein Freund langer Reden vor der Mannschaft: „Die Aufgaben jedes Einzelnen bespreche ich auch mit jedem Einzelnen. Außerdem muss man ohnehin im Training laufend gezielt darauf hinarbeiten, was dann am Matchtag passieren soll.“ An diesem Matchtag ist das schließlich ein hart erkämpftes 2:1 und die Feier über den Winterkönig.

Übrigens: In der Trainingsmethodik, aber auch in der digitalen Aufbereitung sieht sich der 31-Jährige A-Lizenz-Coach bei weitem noch nicht am Plafond angelangt. „Ich versuche, breitspurig zu bleiben, gehe gerne ins Detail und arbeite bereits daran, alles auf noch modernere Beine zu stellen.“