Erstellt am 22. Mai 2013, 00:00

Motivation getankt. Slalom-Weltmeisterschaft / Chris Pressler schaffte in Sylt einmal den Einzug ins Finale. Nun brennt er schon auf die nächsten Bewerbe.

Chris Pressler surft gerade bei der PWA Tour in der Türkei.  |  NOEN
Von Angela Pfalz

SURFEN / Chris Pressler musste sich bei den Slalom-Weltmeisterschaften der IFCA (Internationale Funboard Klasse) mit Rang 22 begnügen. Schon an den ersten beiden Tagen machten Pressler die extremen Bedingungen zu schaffen. Zudem griff er zu den falschen Segelgrößen und lag deshalb am Ende des zweiten Tages nur auf dem 28. Platz. An den nächsten beiden Tagen konnte Pressler sich aber deutlich steigern. Er schaffte den Einzug in ein Winnersfinale der besten Acht, lag dort zwischenzeitlich auf Rang sechs, ehe er an den letzten Bojen aber zurückfiel.

Im vierten und letzten Durchgang des Bewerbs wechselte Pressler nach der Vorrunde sein Equipment. Das sollte sich als Fehler herausstellen. Denn der Wind nahm kurz vor dem Start stark ab. Pressler schaffte es im Viertelfinale nur auf Rang sechs, damit war die Chance auf einen neuerlichen Finaleinzug vertan.

„Ich habe guten  Speed gespürt“

Am Ende bedeutete das Platz 22. Bester Österreicher wurde der Oberösterreicher Marco Lang als 14. Den Weltmeistertitel holte sich Gunnar Asmussen aus Flensburg vor seinem deutschen Landsmann Vincent Langer und dem Newcomer Jordy Vonk aus Holland.

Pressler über seinen ersten Auftritt der Saison: „Ich musste erst alles richtig einstellen und den Einsatzbereich der Segel herausfinden.“ Die Racesegel wurden nämlich erst zwei Wochen vor dem Event aus China geliefert. Das Wetter – Temperaturen zwischen sechs und zehn Grad, Wassertemperaturen um neun Grad – machten diese Weltmeisterschaft ohnehin zum Härtetest für alle Teilnehmer. „Rang 22 ist jetzt kein tolles Ergebnis, aber ich habe guten Speed unter dem Heck gespürt, hatte einige gute Starts und habe sehr viel Motivation dazugewonnen“, so Pressler, für den es am vierten Juni in Bol (Kroatien), wo er im Vorjahr gewinnen konnte, weitergeht. Danach führt die Reise an die Costa Brava zum PWA Slalom Worldcup. Dort tritt Pressler im wohl stärksten Teilnehmerfeld aller Zeiten an.

Insgesamt stehen heuer vier Weltcup-Starts auf dem Plan.