Erstellt am 16. November 2011, 00:00

Neue Nummer eins: Hafner. REGIONALLIGA OST / Es ist fix. Pauli Hafner wurde vom Interimstrainer zum Chefcoach befördert. Neu im Betreuerstab ist mit Werner Hoffmann auch ein alter Bekannter.

Das Betreuerteam: Sportdirektor Andreas Hackstock (Mitte), Neo-Cheftrainer Pauli Hafner (r.) und sein Assistent Christoph Tischler (l.) sowie das 1B-Team um Trainer Franz Ziniel (2.v.r.) und seinen „Co“ Werner Hoffmann, der aus Neudorf zurückkehrte.GREGOR HAFNER  |  NOEN
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VON BERNHARD FENZ

Der 1:0-Erfolg des SC/ESV am Freitag bei den Austria Amateuren war der fünfte Sieg en suite. Durch das 0:0 des SV Horn in Ritzing und die Schwechater Niederlage gegen die Rapid Amateure rutschten die Nordburgenländer als erster Verfolger der Waldviertler mit drei Punkten Rückstand noch auf Platz zwei vor – und krönten damit ein bärenstarkes Finish im Herbst.

Der regionale Aspekt hier,  die jüngsten Erfolge da

Nicht nur das gab den Ausschlag, warum sich Obmann Gerhard Milletich bei der Trainerfrage – Paul Hafner war bekanntlich bislang nur eine Interimslösung – für den 34-jährigen Wahl-Podersdorfer und gegen den ehemaligen Hartberg-Trainer Bruno Friesenbichler entschied: „Für mich waren zwei Kriterien ausschlaggebend. Zum einen habe ich gesehen, dass er die ihm anvertraute Aufgabe gut gemacht hat. Zum anderen ist er bereits seit fast neun Jahren in Parndorf – er kennt den Verein, er kennt die Umgebung, er kennt mich.“

Die vom Verein propagierte Regionalität wurde beim Trainerteam nach dem Abgang von Simon Knöbl nun offensichtlich fortgesetzt. Hafner zu Seite stehen wird der Tadtener Christoph Tischler. In der 1B hat der Halbturner Franz Ziniel das Sagen, sein neuer Assistent heißt Werner Hoffmann. Ja, genau, dieser Werner Hoffmann, der durch das Angebot auch seine Karriere als Spieler in Neudorf beendete und die Seiten wechseln wird. Sollten alle Stricke reißen, wäre der bald 39-jährige Ex-Parndorf-Goaleador zur Stelle – geplant ist aber, dass er nur als Betreuer arbeitet.

„Freue mich schon riesig  auf die Herausforderung“

Schließlich soll der Betreuerstab mit Identifikationsfiguren wie den ehemaligen Spielern Hafner und Hoffmann nicht nur zur Marke werden, sondern auch für die, wie Andreas Hackstock klarstellt, „Durchgängigkeit und Kontinuität“ sorgen. Der SC/ESV wolle sich laut dem Sportdirektor künftig noch mehr den modernen Fußball mit starkem Regionalcharakter an die Fahnen heften. Das begann bei einer allgemeinen Systemumstellung von einem 3-5-2 auf ein flexibles 4-4-2 oder einem einheitlich durchstrukturierten Nachwuchs von der U7 bis zur U16.

Alles gut und schön. Letztlich zählen für das erfolgsverwöhnte Publikum im Heidebodenstadion aber vor allem Punkte und eine gute Platzierung. Diese gewohnte Parndorfer Mischung stimmt nun wieder, nicht zuletzt dank der jüngsten Siegesserie.

Fix ist schon jetzt, dass der Verein längerfristig mit Pauli Hafner plant. Kurzfristig, also für das Frühjahr, hat sich der Neo-Chefcoach („Ich freue mich schon riesig auf die Herausforderung, auch wenn es jetzt nicht leichter wird …“) klare Ziele gesetzt: „Wir blicken immer auf das nächste Spiel und wollen das gewinnen.“

Interessante Aussichten also. Parndorf darf somit im Frühjahr offiziell den SV Horn ärgern und wird klarerweise auch um die Bundesliga-Lizenz ansuchen (nicht dass es im Falle des Falles daran scheitern sollte…). Neue Spieler wird es für das Unterfangen aber nicht geben, die Transferzeit wird eine ruhige.

SC/ESV PARNDORF