Erstellt am 20. März 2013, 00:00

Neusiedl bärenstark. BVZ Burgenlandliga / Der SC Neusiedl kannte gegen Winden kein Pardon und fertigte das Tabellenschlusslicht mit 3:1 ab. Von Christopher SchneeweißWINDEN - NEUSIEDL 1:3. Das Derby war von Beginn weg fest in der Hand des SC Neusiedl.

Führung erzielt. Nach einer Flanke von Patrick Kienzl war NSC-Stürmer Patrik Jelovic (l.) zur Stelle und traf zum 1:0 für die Seestädter. Stefan Denk (r.), der trotz Bronchitis auflief, kam um einen Schritt zu spät. Am Ende gewannen die Neusiedler gegen Winden mit 3:1. Schneeweiß  |  NOEN

Die Seestädter waren aktiver, ballsicherer und über die Flanken brandgefährlich. „Wir hatten Überrespekt vor dem Gegner. So zurückhaltend habe ich uns noch nie erlebt“, musste Windens Coach Thomas Achs die Unterlegenheit seines Teams eingestehen. In Minute 10 klingelte es erstmals im Windener Gehäuse. Der überragende Assist-Geber Patrick Kienzl flankte scharf zur Mitte, Patrik Jelovic setzte sich gegen die unsichere Abwehr durch und verwertete zum 1:0. Darauf vermochten die Windner keine passende Antwort zu geben, der NSC blieb bestimmend. In Minute 37 war es Defensivmann Karl Windisch, der sich einmal mehr als Kopfballungeheuer auszeichnete. Er schraubte sich nach einem Kienzl-Corner im Fünfer in die Höhe und nickte zum 2:0 ein. Der Kuchen war aber deswegen noch nicht gegessen, denn kurz vor der Pause ließ NSC-Keeper Adi Kaiser einen Ball passieren, Nikola Tadic ließ sich nicht zweimal bitten und verkürzte auf 1:2. Das gab den Heimischen etwas Mut für die zweite Halbzeit, doch es fehlte an den zündenden Ideen, um dem Spiel die Wende zu geben. Neusiedl war da weitaus kaltschnäuziger und so war es abermals der Kopf von Windisch, der für ein Tor sorgte. Dieses Mal war es nach einem Freistoß von der Seite, den aber wieder Kienzl in den Strafraum brachte. Damit legte der quirlige Mittelfeldmann drei Tore auf, im Match gegen Buchschachen schoss er alle drei Treffer selbst. Zweifelsohne ist er derzeit das Herz der Mannschaft. „Es war ein ungefährdeter Sieg. Das war nicht selbstverständlich, denn in so einem Derby kann alles passieren“, meinte NSC-Trainer Richard Niederbacher nach dem Spiel. „Neusiedl hat eine Mannschaft mit Ostliga-Format, die sind einfach gut“, ergänzte Achs.

Neusiedl trifft in der nächsten Runde zuhause auf Stinatz (Samstag, 19.30 Uhr). „Ein schwerer Gegner, aber wir werden wieder auf Sieg spielen“, meinte Niederbacher, der auf die Rückkehr von Marco Baumholzer (Zerrung) und Mario Wendelin (angeschlagen und erkrankt) hofft. Winden bekommt es auswärts mit Horitschon zu tun (Samstag, 15 Uhr). Dabei wünscht sich Coach Achs, dass sein angeschlagener Flügelmann Philipp Potlacnik zurückkehrt.