Erstellt am 12. September 2012, 00:00

Neusiedls Weste ist weiterhin weiß. BVZ Burgenlandliga / Der SC Neusiedl am See blieb auch in Güssing ungeschlagen (2:2). Kurz vor Schluss führte der NSC noch 2:1. Von Christopher SchneeweißGÜSSING - NEUSIEDL 2:2.

Wieder eingenetzt. Marian Tomcak (l.) traf im Doppelpack und schoss damit beide Neusiedler Tore im Match gegen Güssing (2:2). Damit liegt er in der Torschützenliste mit acht Treffern an der Spitze.Schneeweiß  |  NOEN
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Die Seestädter bleiben auch nach dem ersten Punkteverlust Tabellenführer. „Dieser Punkt geht in Ordnung und wir sind zufrieden“, berichtete Coach Richard Niederbacher. „Natürlich hätten wohl viele gerne den nächsten Sieg gesehen, die Erwartungen sind schon sehr groß geworden. Aber wir sind nach wie vor ungeschlagen, das passt schon so.“

Außerdem wäre ein Sieg in Reichweite gewesen und ging erst in den Schlussminuten verloren. Die Neusiedler kassierten nämlich erst in der 84. Minute das 2:2. „Die Burschen waren auch ziemlich enttäuscht nach dem Spiel. Aber das Unentschieden war gerecht“, so Niederbacher. Denn in der ersten Halbzeit kamen die Seestädter nur schwer in die Gänge. „Wir waren wohl durch die lange Busfahrt etwas angeschlagen“, munkelte der Cheftrainer. Das 1:0 für die Heimischen erzielte Thomas Kossits nach einem Freistoß: „Er stand aber sicher einen Meter im Abseits.“

Güssinger nach Tor von Tomcak empört 

Nach dem Seitenwechsel wurden die Neusiedler immer besser. Schließlich war es Marco Baumholzer, der zweimal für seinen Mannschaftskollegen Marian Tomcak eine Vorlage lieferte und plötzlich lagen die Grün-Weißen mit 2:1 in Front. Erst kurz vor dem Ende fiel der besagte Ausgleich, als sich Paul Oswald durchsetzte und für seine Farben einschoss.

Die Güssinger fühlten sich als Sieger der Herzen, behauptete doch Obmann Martin Muik nach der Partie, dass seiner Truppe „zwei Punkte gestohlen“ wurden. Hintergrund war Tomcaks Ausgleichstreffer, dem ein angebliches Stürmerfoul voranging. Linienrichter Yavuz Buran zeigte dieses auch an, aber Schiedsrichter Boskovski ließ den Treffer trotz heftiger Proteste gelten. Danach wollte Buran von seiner gehobenen Fahne nichts mehr wissen. So schilderte es zumindest Muik: „Das hat uns aus dem Spiel gebracht. Leider war der Linienrichter katastrophal.“ Auch Spielertrainer Hannes Winkelbauer sah es ähnlich: „Das war ein klares Foul und hat uns für 20 Minuten aus dem Konzept gebracht.“

Am Freitag steht nun Purbach (19.30 Uhr) beim NSC am Programm. Was sich Niederbacher erwartet? „Ein geiles Derby, wir freuen uns darauf.“