Erstellt am 13. Juni 2012, 00:00

Niederbacher soll‘s richten. REGIONALLIGA OST / Der Ex-Rapidler Richard Niederbacher ist neuer Coach beim SC Neusiedl. NSC-Ziel in der nächsten Saison: Neue Einheit werden, Top-6-Platz erreichen.

Daumen hoch für den SC Neusiedl. Richard Niederbacher (50) ist der neue Chefcoach bei den Seestädtern. Das erklärte Ziel in der BVZ Burgenlandliga ist ein einstelliger Tabellenplatz.SCHNEEWEISS  |  NOEN
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VON CHRISTOPHER SCHNEEWEISS

Die Katze ist aus dem Sack: Richard Niederbacher ist der neue Coach des SC Neusiedl am See. Der 50-jährige Gleisdorfer beerbt damit Harald Toth, dessen Rücktrittsangebot vergangenen Dienstag vom NSC-Vorstand angenommen wurde. Weiterhin offen ist, wer Niederbachers Co-Trainer und Tormanntrainer werden wird. Thomas Gumatz machte seinen Verbleib beim NSC von Toths Zukunft abhängig, verließ daher den Verein ebenso wie Präsident Helmut Klikovits – dieser aber aus gesundheitlichen Gründen, wie in einer NSC-Presseaussendung verlautbart wurde. Die Stelle des Sportlichen Leiters, die Manfred Fischbach bis vergangenen Dienstag ausübte, ist auch noch nicht neu besetzt.

Ziel für die neue Saison:  Einstelliger Tabellenplatz

„Wir wollen einen einstelligen Tabellenplatz erreichen“, gaben Obmann Claus Maurer und Präsident Walter Eisler dem Neo-Coach die Marschroute in der Pressekonferenz am Montag mit auf dem Weg. Von sofortigem Wiederaufstieg sei nicht die Rede. „In den nächsten drei Jahren wollen wir wieder in die Regionalliga aufsteigen“, sagte Maurer. Wichtig sei es jetzt, wieder „eine Einheit, ein Konglomerat in der Region“ zu bilden, so Eisler.

Die große Frage, die sich stellt: Wie wird die Mannschaft für die BVZ Burgenlandliga aussehen. Vom Stamm der Regionalligatruppe haben Johannes Seywerth, Markus Dombi, Karl Windisch und Rene Summer ihre fixe Zusage erteilt. Dazu sollen auch Christoph Kienzl und Adi Kaiser grünes Licht gegeben haben. Vom erweiterten Kader sind Felix Wendelin, Wolfgang Bauer und Lukas Umprecht dabei. Von der 1B rücken Stefan Denk, Stefan Haider und Marco Baumholzer nach. Vom restlichen Ex-Kader gäbe es noch ein paar Wackelkandidaten. Konkret sind das Daniel Seper und Marian Tomcak. „Bei beiden sind die Würfel noch nicht gefallen. Wir versuchen, sie beim NSC zu halten“, berichtete Maurer. Unabhängig davon, ob sich die beiden noch für Grün-Weiß entscheiden oder nicht, brauche der SC Neusiedl noch einen neuen Mann fürs zentrale Mittelfeld und eine Ergänzung für die Angriffsreihe.

Niederbacher: „Tradition  beim NSC gefällt mir“

Der neue Trainer wirkte sehr ruhig und solide. Die komplette Mannschaft werde er noch diese Woche beim Training kennen lernen. Was seine Motivation war, nach Neusiedl zu kommen? „Das ist ein Traditionsverein, der sehr familiär geführt wird. So etwas gefällt mir gut“, so der Steirer, der als Spieler bei Rapid Wien, Paris St. Germain, KSV Waregem und Sturm Graz in Aktion war. Als Trainer coachte er einst DSV Leoben in der Regionalliga Mitte, zuletzt trat er beim FC Gratkorn als Co-Trainer und 1B-Coach in Erscheinung.

Zusage vom Hauptsponsor  wurde eingeholt

Wichtig für den NSC war die Zusage von Hauptsponsor Vienna Equity. Mit der Firma „Hagebau Kolar“ signalisierte außerdem ein weiterer wichtiger Sponsor seinen Verbleib. Noch in dieser Woche sollen die letzten vakanten Stellen im Team besetzt werden sowie die Kaderplanung in die heiße Phase kommen.

Was macht jetzt eigentlich Ex-Trainer Harald Toth? „Eine Pause“, verriet er im Gespräch mit der BVZ. „Nach 24 Jahren als Trainer werde ich mich jetzt einmal zur Ruhe setzen, mehr Zeit mit meiner Familie verbringen und meine Akkus aufladen. Es waren, bis auf den Herbst 2011, fünf sehr schöne und erfolgreiche Jahre beim SC Neusiedl.“

SC NEUSIEDL AM SEE