Erstellt am 16. November 2011, 00:00

Noch eine Watsch‘n: Quo vadis Neusiedl?. REGIONALLIGA OST / Der SC Neusiedl schließt die Hinrunde mit einer schmerzhaften 1:3-Pleite gegen Simmering ab.

Fehlsprung. Patrick Derdak (l.) und der SC Neusiedl konnten die ohnehin schon verpatzte Herbstsaison auch gegen Simmering nicht verschönern. Es setzte eine bittere 1:3-Niederlage gegen die Wiener.  |  NOEN
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VON CHRISTOPHER SCHNEEWEISS

NEUSIEDL - SIMMERING 1:3. Neusiedl überwintert als Vorletzter in der Abstiegsregion. Das Horrorszenario, das sich schon zu Beginn der Saison abgezeichnet hatte, ist also traurige Realität geworden. Wie will der Verein dem drohenden Abstieg entgegensteuern? Und sitzt Trainer Harald Toth noch fix im Sattel? „Für mich ist es das letzte, den Trainer in der jetzigen Situation in Frage zu stellen“, erläuterte Obmann Claus Maurer. Es werden nun sämtliche Köpfe beim SC Neusiedl rauchen und einige Sitzungen abgehalten, an Toth werde aber festgehalten. „Was mannschaftlich passieren muss und wie wir personell reagieren werden, müssen wir in den kommenden Tagen entscheiden“, wollte Maurer auch noch keine Transfermarschroute festlegen.

NSC fehlte Lockerheit und  Sicherheit im Spiel

Faktum ist: Der SC Neusiedl wetzt schon die Messer fürs Frühjahr. So berichtete auch Trainer Toth, dass die Vorbereitung schon am Samstag losgegangen sei. „Und zwar um 9 Uhr morgens, nachdem ich aufgestanden bin“, sagte er zur BVZ. Die Nacht sei aber keine ruhige gewesen. Verständlich: Zum Abschluss der Hinrunde gab’s mit dem 1:3 gegen Simmering noch einmal eine auf den Deckel. Dabei zeigte sich: Dem NSC fehlt die Lockerheit und Sicherheit, die eine Mannschaft in der Ostliga haben sollte. Die verkorkste Herbstsaison schien den Spielern mental ordentlich zugesetzt zu haben.

Zumindest zeigte sich das daran, dass weder nach dem 0:1, noch nach dem erzielten Ausgleich ein Ruck durch die Mannschaft ging. „Wir waren beide Male geschockt“, bemerkte Toth. Was fatale Auswirkungen hatte, denn nach dem 1:1 durch Gabor Bagoly fingen sich die Seestädter prompt einen weiteren Gegentreffer ein. „Und danach war Simmering klar besser. Das hätte noch weitaus schlimmer ausgehen können“, gab der NSC-Cheftrainer zu, dass das 1:3 gar noch glimpflich ausgefallen ist.

SC NEUSIEDL AM SEE