Erstellt am 26. Januar 2011, 00:00

Nur Spitzauer in Miami. SEGELN / Als einziger Österreicher nimmt Hans Spitzauer an der Regatta vor Miami teil. In erster Linie geht es um Material-Tests.

Der 45-jährige Starsegler, der noch bis Ende März auf die Dienste von Standard-Vorschoter Adi Lüzlbauer verzichten muss, machte vor Miami mit dem erfahrenen Italiener Massimo Canali gemeinsame Sache. Im Vordergrund steht die Materialabstimmung. „Bisher sind wir mit unserem Olympiaboot von 2008 gesegelt, jetzt testen wir mit dem P-Star ein neues Fabrikat“, so der Evergreen, der von Trainer Alfred Pelinka und Bootsdesignerin Juliane Hempel in Übersee betreut wird. „Wir wollen uns in Hinblick auf die Olympiaausscheidung in punkto Bootsgeschwindigkeit einen Vorteil erarbeiten, der P-Star soll aufgrund der Modifikationen an Rumpf und Kiel vor allem bei Starkwind seine Qualitäten haben, die gilt es in den kommenden Wochen zu überprüfen.“

Materialtests stehen in  Miami im Vordergrund

Die Miami-Regatta, nach Melbourne die zweite Entscheidung im ISAF-World Cup 2011, startete am Montag und wird in elf Wettfahrten entschieden. 56 Star-Teams aus 18 Nationen sind an der Linie, darunter die brasilianischen Ausnahmekönner Torben Grael und Robert Scheidt. Die beiden Steuerleute und Gegner im Kampf um das England-Ticket sind gemeinsam neun Olympiamedaillen schwer. Spitzauer, der 2012 seine sechste Olympiateilnahme anstrebt, hält sich mit Prognosen zurück. „Ich kenne und schätze Massimo, aber uns fehlt ganz einfach die Praxis. Von der Qualifikation für das Medal Race (29. Jänner) auszugehen, wäre aus heutiger Sicht vermessen. Wichtig ist, dass wir schnell segeln, wie hoch die individuelle Fehlerquote ist, bleibt abzuwarten.“ Bis der an den Bandscheiben operierte Lüzl-bauer wieder in den Ausreitgurten hängt, soll die Materialabstimmung zum Großteil abgeschlossen sein.

TOP-THEMA