Erstellt am 31. August 2011, 00:00

„Parndorf ist am Weg“. REGIONALLIGA OST / Trotz des 2:0-Derbyerfolgs in Neusiedl bleibt Trainer Simon Knöbl vorsichtig. Langsam, aber doch, sollte sich auch die Personalsituation entspannen.

 |  NOEN
VON BERNHARD FENZ

Sieben Punkte aus vier Spielen ist eine zwielichtige Bilanz: zu gut für einen schwachen Saisonstart, zu schlecht für einen Traumbeginn. Die Wahrheit liegt diesmal wohl tatsächlich in der Mitte. Es ist solide, was bislang kam, angesichts der Begleiterscheinungen in Form von personellen Ausfällen geht sich sogar ein positiver Beigeschmack aus.

Und da wäre dann noch das prestigeträchtige Derby in Neusiedl: Klar, wer 2:0 – noch dazu auswärts – gegen den Lokalrivalen gewinnt, dem wird zusätzliches Selbstvertrauen automatisch zufliegen.

Insofern konnte Trainer Simon Knöbl am Montag auch eine entsprechend zuversichtliche Bilanz ziehen: „Parndorf ist am Weg, in jeder Hinsicht. Wir haben in Neusiedl die erste Hälfte überstanden und uns dann aufgrund der zweiten Halbzeit den Sieg verdient, auch wenn er glücklich war.“ Nachsatz: „Dass noch sehr viel Arbeit wartet, ist klar – wir entdecken immer wieder einzelne Baustellen. Dafür haben diesmal, anders als gegen Schwechat, die Punkte gepasst.“

Die Ausfallsliste wird sich  gegen Sollenau lichten

 

Und das zählt. Wären die Parndorfer in der Bezirkshauptstadt leer ausgegangen, hätte die allgemeine Stimmungslage rasch ins Negative kippen können. So schummelten sich die Nordburgenländer über den Personalengpass hinweg – die Ausfallsliste wird sich bereits am Freitag gegen Sollenau lichten. Aufgrund der vom ÖFB angeordneten Rücksichtnahme auf das EM-Qualifikationsspiel Deutschland gegen Österreich (20.45 Uhr) wird die Ostliga-Partie übrigens schon um 18.30 Uhr angepfiffen.

Knöbl: „Sollenau ist von der Stärke her mit Schwechat vergleichbar. Diese Mannschaft weiß genau, was zu tun ist. Allerdings wissen wir es umgekehrt auch …“

Während sich Trainer Thomas Eidler mit den Niederösterreichern ins Außenseitereck stellt („Ich erwarte mir gar nichts, wir können dort nur überraschen“), stellt Knöbl klarerweise den Dreipunkte-Anspruch.

Für dieses Unterfangen steht ihm auch wieder Thomas Jusits zur Verfügung, er hat nach dem Ausschluss beim 0:1 gegen Schwechat seine Rotsperre in Neusiedl abgesessen.

Filip Chlup musste nach seiner Ampelkarte zuletzt ebenfalls passen, der Legionär konnte zudem aufgrund von Problemen im Bereich der Wade und der Achillessehne gar nicht trainieren. Ob er am Freitag dabei ist, steht noch nicht fest.

Bei Richi Stern (Kniekehlenprobleme) sollte sich ein Comeback ausgehen, Milan Jankovic begleitet nach wie vor eine hartnäckige Muskelprellung. Durchbeißen mussten in Neusiedl Sascha Mauerhofer und David Böhmer, sie liefen angeschlagen aufs Feld – ihre körperliche Verfassung sollte sich bessern. Bei Roman Kummerer reichte es für einen Derby-Kurzeinsatz, die muskulären Sorgenfalten bleiben aber. Auch Goalie Philip Petermann meldete sich am Wochenende als nicht ganz fit.

Match in Stegersbach auf  25. Oktober verschoben

 

Nach dem Match gegen Sollenau haben die Kicker des SC/ESV dann zwei Wochen Zeit, um die Wehwehchen auszukurieren.

Hintergrund: Weil in Stegersbach die Inline-Skaterhockey-Europameisterschaft stattfindet, kann das Spiel am 9. September nicht im Südburgenland über die Bühne gehen. Die Gastgeber entschieden sich gegen einen Platztausch und für eine Verlegung der Begegnung. Neuer Termin ist nun Dienstag, der 25. Oktober.