Parndorf

Erstellt am 07. September 2016, 10:04

von Bernhard Fenz

Teil des Betreuerteams bei den Paralympics in Rio. Petra Gettinger ist bei den Sommerspielen der Sportler mit Behinderung als Physiotherapeutin vor Ort im Einsatz.

Physiotherapeutin bei den Paralympics: Petra Gettinger (28) aus Parndorf, im Einsatz in Rio.  |  BVZ, zVg

Heute, Mittwoch, starten die Paralympics in Rio de Janeiro. Das Spektakel dauert bis inklusive 18. September, mittendrin: Petra Gettinger. Die Parndorferin ist zwar nicht als aktive Sportlerin dabei, berufsbedingt bekleidet sie aber ebenfalls eine wichtige Funktion im rot-weiß-roten Team: Gettinger ist als Physiotherapeutin im Einsatz.

"Wir sind jedenfalls gerüstet“

Bereits am vergangenen Freitag reiste sie nach Brasilien, um sich vor Ort im olympischen Dorf einzuquartieren und auf die Aufgabe vorzubereiten. „Grundsätzlich hoffen wir natürlich, dass alle verletzungsfrei bleiben. Wir sind aber jedenfalls gerüstet.“

Was es konkret zu tun gibt? „Natürlich sind wir primär als Physiotherapeuten vor Ort und decken sämtliche Bereiche von der Vorbereitung bis zur Regeneration ab. Es ist aber auch einfach wichtig, dass wir für die Athleten da sind, wenn sie unsere Hilfe benötigen. Von daher können dann auch schon weitere Aufgaben dazukommen.“ Zwei Physiotherapeuten sind für das 27 Personen starke Athletenteam zuständig, dementsprechend herausfordernd und interessant sieht die 28-Jährige ihre Aufgabe: „Es ist einfach spannend, mit so vielen unterschiedlichen Sportlern zu arbeiten – noch dazu bei den Paralympics.“

Selbstständige Physiotherapeutin in Parndorf

Das Sport-Großereignis, das spezielle Flair, die besondere Umgebung und die Arbeit mit den Sportlern, all das zusammen war Grund genug, rasch „Ja“ zu sagen, als die Anfrage kam, ob Petra Gettinger bei den Paralympics dabei sein wolle.

Grundlos wurde sie übrigens nicht einberufen. Seit eineinhalb Jahren ist die Nordburgenländerin, die als selbstständige Physiotherapeutin in Parndorf und im Therapiezentrum am Mühlteich in Frauenkirchen tätig ist, bereits beim österreichischen Schwimmteam im Einsatz. Dort betreut sie unter anderem Paralympics-Athletin Sabine Weber-Treiber individuell. „Ich war auch bei Auslandswettkämpfen dabei und bin da hineingewachsen. So ist alles entstanden.“

Bis 18. September dreht sich somit einmal alles um die Paralympics, danach geht es wieder zurück nach Österreich. Wo nach ein paar freien Tagen der Berufsstress für Petra Gettinger wieder losgeht. „Ab Oktober bin ich dann wieder im Einsatz.“