Erstellt am 28. März 2012, 00:00

Parndorf zurück am Boden. FRAUENFUSSBALL / Die zweite Niederlage im zweiten Rückrundenspiel beendeten alle Spekulationen um eine Titelverteidigung.

VON MICHAEL PINTER

Nach einer starken Vorbereitung blies man beim SC/ESV Parndorf selbstbewusst zur Aufholjagd in der 2. Bundesliga Ost/Süd. Man wollte die kleine Chance auf die Titelverteidigung nutzen. Nach zwei Spielen in der Rückrunde sieht die Welt ganz anders aus: Auf die 1:4-Heimpleite gegen Sturm Graz folgte am Sonntag eine 0:3-Niederlage bei den Neulengbach Juniors, womit alle Aufstiegshoffnungen begraben werden müssen. Trainer Patrick Kasuba kennt die Gründe für den verpatzten Rückrundenauftakt: „Von Konkurrenzkampf innerhalb der Mannschaft kann keine Rede sein. Viele Spielerinnen bleiben dem Training fern mit der Gewissheit, beim nächsten Spiel ohnehin aufgestellt zu werden. So kann es nie zu Fortschritt und Entwicklung kommen.“

Fehlender Konkurrenzkampf  als Entwicklungshemmnis

Kasuba sieht aber nicht nur bei seinem Verein Verbesserungsbedarf, sondern ortet die Probleme allgemein im nordburgenländischen Frauenfußball: „Mannschaften wie Mönchhof, Neusiedl und eben auch Parndorf backen ihre eigenen Brötchen. Die Kader aller Mannschaften sind meist sehr dünn besetzt. Die Besten sind auf die jeweiligen Teams aufgeteilt, wo sie das teilweise schon erreichte hohe Niveau aufgrund der nicht vorhanden Dichte nicht ausspielen können. Auf Dauer ist das für die Entwicklung des Frauenfußballs im Burgenland nicht gut.“

Kasuba will den bereits erreichten Erfolg damit aber nicht schmälern: „Der Einzug ins Viertelfinale des ÖFB Cups kann allein schon als großer Erfolg gesehen werden. Den Tatsachen darf man aber nicht aus dem Weg gehen.“ Vielleicht läuft es ja beim nächsten Heimspiel am Sonntag gegen Südburgenland 1b schon wieder besser.

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