Erstellt am 07. Oktober 2015, 09:47

von Christopher Schneeweiß und Martin Ivansich

Der Ostliga-Schlager auf dem Heideboden. Neusiedl möchte im Derby gegen Parndorf überraschen, hat aber einige Ausfälle zu verkraften.

Parndorfs Gerhard Karner (l.) und Teamkollege Mario Rasic (r.) peilen -- wie in Amstetten -- auch im Derby einen Sieg an.  |  NOEN, NÖN

PARNDORF - NEUSIEDL, FREITAG 18.45 UHR. Die letzten Ostliga-Duelle der beiden Klubs, die im Heideboden-Stadion stattgefunden haben, sprechen eine deutliche Sprache. Parndorf konnte vier der fünf Begegnungen seit der Saison 2008/09 gewinnen. Nur einmal gab es eine Punkteteilung.

Von einem Sieg durfte Neusiedl beim Nachbarsrivalen nur träumen, was freilich in der Seestadt wieder ganz anders aussah. Da konnte der NSC vier Duelle gewinnen, einmal siegte Parndorf. Die Neusiedler kommen aber nicht nur, was die Statistik betrifft, als krasser Außenseiter nach Parndorf.

Der Blick auf die Tabelle offenbart eine klare Rollenverteilung: der NSC (Platz 13) muss zum Tabellenzweiten. „Parndorf ist der klare Favorit“, weiß Coach Manfred Wachter über das nordburgenländische Kräfteverhältnis Bescheid. „Der Vorteil ist, dass ich keinen unserer Spieler extra motivieren muss. Bei dieser Partie ist jeder Kicker bis in die Haarspitzen geladen.“

Klar: Jeder Neusiedler Kicker möchte live dabei sein, wenn Parndorf erstmals bei einem Derby im Heidebodenstadion zu Fall gebracht wird. „Es wird enorm schwer für uns, weil wir auf ein starkes Kollektiv treffen. Aber wir werden alles geben.“ Bitter aus grün-weißer Sicht: Andreas Strapajevic ist schon wieder verletzt. Er zog sich gegen Ritzing eine Zehenprellung zu und wird aller Voraussicht nach zwei Wochen ausfallen. Außer Gefecht ist zudem Franz Weber, dem Knieprobleme zu schaffen machen. Der Dritte im Bunde ist Eric Eberl.

Der Verteidiger hat sich im Match gegen Ritzing die Mittelhand gebrochen. „Er bekommt einen Sportgips und dann wird der Schiedsrichter entscheiden, ob er gegen Parndorf spielen darf“, so Wachter. Die Hausherren müssen noch auf ihren Kapitän Sascha Steinacher verzichten, für ihn kommt ein Einsatz zu früh: „Er bekommt von mir die Zeit, die er braucht, um wieder voll fit zu sein“, meint Richard Slezak. Der Parndorfer Coach warnt trotzt zuletzt starker Auftritte seiner Elf: „Auch wenn Neusiedl in der Tabelle weiter hinten ist, es ist ein Derby. Und das hat eigene Gesetze.“

Trotzdem gehen die Gastgeber — logischerweise — als Favorit in diese Partie und wollen dieser Rolle auch gerecht werden. „Ich habe Neusiedl das eine oder andere Mal beobachtet, weiß was auf uns zukommt. Das wird keine leichte Aufgabe, aber wir werden gut vorbereitet sein. Wenn wir unsere Leistungen aus den letzten Wochen abrufen können, dann bin ich überzeugt, dass meine Mannschaft in diesem Derby am Ende auch drei Punkte machen kann.“