Erstellt am 21. Oktober 2015, 11:00

von Martin Ivansich

Zwei Ausschlüsse und ein Stürmerproblem. Parndorf verlor nicht nur das Spiel, sondern auch zwei Spieler. Augenscheinlich war die Abschlussschwäche.

Zwangspause. Gerhard Karner sah in der Südstadt Rot und muss nun gegen die Austria Amateure passen.  |  NOEN

ADMIRA JUNIORS - PARNDORF 3:0. Die Stimmung nach der 1:3-Derbyniederlage gegen Neusiedl war in der vergangenen Woche naturgemäß alles andere als gut. „Als Ausrede für die Niederlage gegen die Admira Juniors soll das aber ebenso nicht herhalten wie die merkwürdigen Schiedsrichter-Entscheidungen“, so Parndorfs Trainer Richard Slezak.

Denn auch wenn es bei einem 0:3 blöd klingt, spielerisch war seine Mannschaft die bessere. Nach 20 Minuten hätte es auch 1:0 oder 2:0 für Parndorf stehen können. „Uns fehlt aber eben ein Knipser. Wir spielen seit Saisonbeginn ohne echten Stürmer“, meint Slezak. Die jungen Südstädter hingegen waren effizient. Ilter Ayyildiz knallte in Minute 21 den Ball unter die Latte. Neun Minuten später erhöhte Ayyildiz sogar auf 2:0. Parndorf war in der Folge bemüht den Anschlusstreffer zu erzwingen, fing sich aber noch vor der Pause das dritte Gegentor ein.

Nach dem Seitenwechsel spielte nur noch der SC/ESV, ließ aber einige gute Möglichkeiten aus. So blieben die beiden einzigen Aufreger im zweiten Durchgang Ausschlüsse. Zuerst musste der wieder genesene Kapitän Sascha Steinacher mit Gelb-Rot vom Platz. Danach sah der bereits ausgetauschte Gerhard Karner glatt Rot. Slezak: „Bei Steinacher war es einfach nur kleinlich. Da hätte der Schiri Fingerspitzengefühl zeigen können. Karner bekam für ein Wortgefecht von der Bank aus die Rote Karte, der Admiraner nicht einmal Gelb.“

Das nächste Spiel: Mit Steinacher und Karner fehlen nun am Freitag gegen die Austria Amateure zwei routinierte Spieler. Sebastian Leszkovich ist fraglich. Möglicherweise ist Martin Marosi, der derzeit bei den Amateuren stark aufspielt, eine Alternative für das Parndorfer Angriffsspiel. Dass Tomas Horvath (der seit Sommer nur noch für die Amateure stürmt) wieder ein Thema für die Ostliga ist, kann man wohl nicht erwarten.

„Dazu waren seine Leistungen in der Burgenlandliga einfach nicht gut genug“, meint Slezak. Somit wird voraussichtlich Mario Rasic in die Startelf zurückkehren. Bleibt zu hoffen, dass der Stürmer sein hartnäckiges Formtief endlich überwindet.