Erstellt am 17. Februar 2016, 11:19

von Peter Wagentristl

Rekord-Fahrt durch Afrika fast nach Plan. Michael Strasser radelt von Alexandria ans Kap der Guten Hoffnung – die Zeit ist bislang top, der Trip aber gefährlich.

Der 32-jährige Extremsportler Michael Strasser vom LTC Seewinkel durchfährt derzeit rekordverdächtig schnell den afrikanischen Kontinent von Nord nach Süd.  |  NOEN, zVg

Insgesamt sind es 11.500 Kilometer, die Michael Strasser aus Trautmannsdorf mit dem Rad zurücklegen will. Der 32-Jährige, der beim „Lauf- und Triathlon Club Seewinkel“ trainiert, hat sich als Ziel gesetzt, den beschwerlichen Weg von der Nordküste Ägyptens bis an die südlichste Spitze Afrikas in weniger als 40 Tagen mit dem Rad zurückzulegen.

Dem Extremsportler machte auch bereits ein Hitzeschlag gesundheitlich zu schaffen, auf Grund der benötigten Malaria-Tabletten waren sein Immunsystem und der Kreislauf beeinträchtigt. Nach einem halben Tag Erholungspause schwang er sich aber wieder aufs Rad. Auch die Sicherheitslage in den meisten afrikanischen Ländern ist alles andere als angenehm für den Extremsportler.

Derzeit befindet er sich, etwa zur Halbzeit, in Kenia — voraussichtlich das gefährlichste Pflaster, über das sich Strasser wagen muss. „Mit unserem Teamauto glauben die Einheimischen, wir seien eine Hilfsorganisation und fordern von uns Geld und Lebensmitteln.

Außerdem wurde ich, wenn ich ohne Begleitauto fuhr, öfters mit Steinen von Kindern abgeschossen oder versucht, mich zu schlagen,“ so Strasser über die tägliche Konfrontation mit Armut und Aggression. Auch Terrororganisationen sind in der Region aktiv, weshalb eine Weiterfahrt nach Sonnenuntergang viel zu riskant wäre. Nach dem Wochenende, bei bis zu 47 Grad, steht ihm nun der zweithöchste Berg Afrikas bevor.