Erstellt am 29. August 2012, 00:00

Selbst mit einem Mann weniger top. BVZ BURGENLANDLIGA / Pavol Sedlak wurde ausgeschlossen, Neusiedl kämpfte weiter und siegte gegen Stinatz mit 2:1.

VON CHRISTOPHER SCHNEEWEISS

STINATZ - NEUSIEDL 1:2. Die Seestädter setzen ihren Triumphzug fort und feierten den dritten Sieg in Folge. Der Dreipunkter ist dem NSC ganz hoch anzurechnen: Stinatz gilt als besonders heimstark und ist deswegen nur schwer zu biegen. Zudem gab es vor der Partie eine Hiobsbotschaft: Die Knieverletzung von Mateo Kasalo wog schwer, er fiel daher gegen Stinatz aus. Dafür gab es eine positive Meldung, denn Markus Dombi wurde in der Nacht vor dem Spiel Vater eines Sohnes. Trotz kurzer Nacht war sich der Abwehrrecke nicht zu schade, sich gegen Stinatz in die Schlacht zu werfen. „Er hat eine außergewöhnlich starke Partie gespielt“, lobte Coach Richard Niederbacher Papa Dombi nach dem Match.

Zum Spiel selbst: In der ersten Halbzeit hatten die Stinatzer ihre beste Chance und hätten nach 20 Minuten mit 1:0 führen müssen. Die Neusiedler trugen drei, vier gute Angriffe nach vor, doch der letzte Pass kam nie an oder der Abschluss war zu schwach. Nach Seitenwechsel sah Pavol Sedlak nach wiederholtem Foulspiel die gelb-rote Karte und damit nahm das Spiel endlich Fahrt auf. Stinatz bekam einen Auftrieb und ging nach einer Standardsituation mit 1:0 in Führung. Wer nun dachte, dass die Partie entschieden sei, täuschte sich gewaltig. Neusiedl nahm ab diesem Zeitpunkt das Heft in die Hand und kämpfte sich eindrucksvoll ins Spiel zurück. Zunächst katapultierte der Außenverteidiger Felix Wendelin den Ball nur zwei Minuten nach dem 0:1 aus 25 Metern ins Kreuzeck. Damit nicht genug: Kurze Zeit später vollendete Marian Tomcak einen Bilderbuchkonter über Patrick Kienzl zum 2:1. Stinatz vermochte nicht mehr, den Ausgleich zu erzielen und damit war der Neusiedler Sieg besiegelt. „Das war ein regionalliga-reifes Spiel. Für uns ist das Ergebnis natürlich ein Traum und gibt uns großen Auftrieb“, so Niederbacher.