Erstellt am 27. Januar 2016, 11:29

von Martin Ivansich

Start in Richtung Rio. Die heimischen Segler sind seit Montag in Miami im Einsatz. Der Fokus in dieser Saison liegt auf der Hand: die Olympischen Spiele.

OeSV-Sportchef Georg Fundak und sein Team blicken bereits auf die Olympischen Spiele 2016.  |  NOEN, GEPA pictures/ Andreas Pranter

Für die rot-weiß-roten Segler geht es seit Montag in Miami um Weltcup-Punkte. Die Schützlinge von OeSV-Sportdirektor Georg Fundak kommen gegenwärtig in der Biscayne Bay von Miami auf Betriebstemperatur, Schwerpunkt der Vorbereitung ist das Optimieren neuer Boote, Masten und Segel.

Für Letzteres war mit Tei Takakuwa ein auf 470er-Segel spezialisierter Designer vor Ort. Der Japaner hat den „Motor“ der heimischen Jollensegler mit Spezialkameras eingefangen und in einem Computerprogramm in seine Einzelheiten zerlegt. Damit wollen die Doppelweltmeisterinnen Lara Vadlau und Jolanta Ogar sowie die 470er-Herren Matthias Schmid/Florian Reichstädter und David Bargehr/Lukas Mähr die Bootsgeschwindigkeit weiter optimieren.

Saison-Auftakt in Florida

Nach dem zehntägigen Trainingsblock folgt nun mit dem Miami-Weltcup der erste Regattatest 2016, die Serie wurde am Montag (nach Redaktionsschluss) gestartet und am Samstag mit den Medal Race Entscheidungen abgeschlossen.

In der Nacra17-Klasse, die ihre Titelkämpfe zeitgleich mit den 49ern ebenfalls in Clearwater aussegelt, ist die Weltspitze, angeführt von den dreifachen Weltmeistern Besson/Riou (Frankreich), vollzählig vertreten. Thomas Zajac und Tanja Frank testen ein Großsegel und Schwerter, auch für die Europameisterschafts-Vierten von 2015 ist das Medal Race das Minimalziel.

„Unser aktueller Schwerpunkt liegt in der Segelentwicklung, wir wollen die Selektion vorantreiben, denn bei den Spielen darf nur ein Satz zum Einsatz kommen. Das gilt auch für die Schwerter, die ebenfalls auf dem Prüfstand stehen. Ziel ist, das Ausschlussverfahren voranzutreiben und sich trotz Materialtests für das Medal Race zu qualifizieren“, so Thomas Zajac.