Erstellt am 30. Juli 2014, 08:43

von Philipp Frank

Zwei enttäuschende Auftritte auf „Fuerte“. Fuerteventura war für die beiden burgenländischen Surfprofis Michael Schitzhofer und Chris Pressler keine Reise wert.

Der Golser Chris Pressler.  |  NOEN, Privat/Tom Brendt
Eigentlich ist Fuerteventura für Michael Schitzhofer einer der Lieblingsstopps auf der PKRA-Weltmeisterschaftstour. Der 28-Jährige kommt mit den hohen Windstärken und anspruchsvollen Bedingungen normalerweise bestens zu Recht. In diesem Jahr konnte der Schützener jedoch nicht an seine Leistungen von den Vorjahren anknüpfen.

„Hake das jetzt so schnell wie möglich ab“

„In der Hinrunde habe ich einfach einen schlechten Tag gehabt und konnte nicht mein gesamtes Repertoire abrufen“, erläuterte der blonde Surfprofi im Anschluss an den Bewerb. Er verlor gleich sein erstes Duell gegen den Dominikaner Ariel Corniel. In der Rückrunde lieferte Schitzhofer eine deutlich bessere Leistung ab: „Ich habe mich auf dem Wasser richtig gut gefühlt.“

Trotzdem hatte er in einem sehr knappen Lauf gegen den Holländer Jerrie van de Koop das Nachsehen. So musste der Burgenländer sich mit dem 17. Rang zufrieden geben. „Klar bin ich damit nicht ganz zufrieden, aber ich hake das jetzt so schnell wie möglich ab und schaue nach vorne“, resümiert Schitzhofer.

Schon in wenigen Tagen misst er sich erneut mit den besten Freestyle-Kiteboardern. Am Freitag beginnt der Wettbewerb in Deutschland in St. Peter-Ording an der Nordsee.

Pressler: „Fuerte ist was Besonderes für mich“ 

Bereits zum 29. Mal traf sich die Weltelite des Windsurfens auf Fuerteventura, um sich in zwei Wettkämpfen wertvolle Punkte für die Weltmeisterschaftswertung zu erkämpfen. Knapp 100 Windsurfer aus aller Welt messen sich in den Disziplinen Slalom und Freestyle.

Auch für den Wahl-Golser Chris Pressler hat die Kanaren-insel Tradition. Hier hat der 40-Jährige vor neun Jahren seine Karriere als Windsurfprofi begonnen: „ Auf Fuerte anzutreten, ist schon immer was Besonderes für mich“, erzählt der Sportler, bevor der Startschuss fürs erste Rennen fällt.

Im Gegensatz zu den vergangenen Jahren hat Pressler allerdings keine feste Platzierung ins Auge gefasst: „Ich habe im letzten Jahr nicht so viel Slalom trainiert wie sonst. Ich will mich diese Saison in den Wettbewerben einfach darauf konzentrieren, in jedem Rennen meine bestmögliche Leistung abzurufen. Das Endergebnis ist eher Nebensache“.

Dass es mit ein wenig Trainingsrückstand nicht so einfach ist, mit den weltbesten Slalom- Fahrern mitzuhalten, zeigte sich in den ersten Wettkampftagen auf Fuerteventura. Trotz einiger sehr guter Starts, gelang es Pressler nicht, sich für die nächsten Runden zu qualifizieren. Nach fünf ausgetragenen Rennen belegt er lediglich den 51. Rang.