Erstellt am 10. Dezember 2015, 11:06

von Philipp Frank

Sven Reiger löste das Ticket für Rio. Der Weidener holte bei der 2.4mR-WM in Australien mit Rang neun das Nationenticket für die Olympischen Spiele.

In Action. Sven Reiger landete vor Melbourne am Ende auf dem ausgezeichneten neunten Platz.  |  NOEN, Teri Dodds

Kürzlich gingen die Para-Weltmeisterschaften vor Melbourne (Australien) über die Bühne. Dabei stand neben der Jagd auf die begehrten Medaillen auch das Gerangel um sieben weitere Nationenplätze für die Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro auf dem Programm.

Der Franzose Damien Seguin sicherte sich nach elf Wettfahrten die Goldmedaille, die Silberne ging an Heiko Kröger (Deutschland) vor Matt Bugg (Australien), der sich Bronze holte. Der Weidener Sven Reiger (41) schloss eine beherzte Serie auf Rang neun ab, landete im Ranking der noch nicht für Rio qualifizierten Nationen auf Rang eins.

Sven Reiger: „Habe an  Konstanz gewonnen“

Somit steuert der Routinier seine bereits vierten Olympischen Spiele an. In Atlanta 1996 gewann der Burgenländer als Leichtathlet mit der viermal 100-Meter-Staffel die Silbermedaille. Bei den olympischen Regatten vor Qingdao (2008) und Weymouth (2012) folgte jeweils ein 13. Platz.

„Ich habe mich mit meinem Trainer Alfred Pelinka sehr intensiv auf diese Weltmeisterschaft vorbereitet und bin natürlich überglücklich, das vordergründige Ziel, die Nationenqualifikation für Rio, geschafft zu haben. Es war keine einfache Woche. Zum einen wegen der Anspannung, zum anderen aufgrund der selektiven Bedingungen“, so Reiger, der anfügte: „Ich konnte auf sehr gutes Material zurückgreifen und habe an Konstanz gewonnen. Jetzt gilt es die kommenden Monate optimal zu nützen, um die Entwicklung voranzutreiben: Ich will bei den Paralympics 2016 in Medaillenform antreten.“