Erstellt am 22. Juli 2015, 09:06

von NÖN Redaktion

Szüsz tankte sich bis ins Finale durch. Sensationelle Leistung von Gernot Szüsz beim ITN-Turnier in Neusiedl. Der Lokalmatador scheiterte erst im Finale an Rakob.

Die Granden des ITN-Turnieres in Neusiedl. Bernhard Scheidl (Platz drei), Gernot Szüsz (Platz zwei), Turnierleiter Lukas Biricz und der überlegene Triumphator David Rakob (v.l.).  |  NOEN, Bettina Scheidl

Tropische Hitze herrschte beim ITN-Turnier in Neusiedl am See. Trotzdem durfte sich die stetig wachsende Turnierserie heuer über 35 Nennungen und ein enorm attraktiven Feldes erfreuen, waren doch alle acht Gesetzten mit einem ITN von 3,8 oder weniger angereist. So wurden bereits von der ersten Runde an äußerst spannende Matches geboten.

Bis zum Viertelfinale konnten sich die Favoriten durchsetzen, sodass die ersten Acht der Setzliste auch die Viertelfinali bestritten.

Die Neusiedler Bernhard Scheidl und Gernot Szüsz konnten den Angriff der jungen Wilden noch einmal abwehren und sich gegen Stefan Gartner sowie Georg Halmer gerade noch durchsetzen. Zwei weitere Lokalhelden sorgten im dritten Viertelfinale für ein temporeiches und lautstarkes Duell, in dem sich Bernhard Klikovits gegen Turnierleiter Lukas Biricz im Match-Tie-Break durchsetzen konnte.

David Rakob aus Wien marschierte durch

An der Spitze der Setzliste marschierte der Wiener David Rakob durchs Klassement und zerlegte seine Gegner mit absolut fehlerfreiem, überlegtem Grundlinienspiel fast schon nach Belieben.

Auch im Halbfinale gegen Bernhard Klikovits sollte sich dieser Trend fortsetzen: Trotz vieler langer Games war es stets der nervenstarke Wiener, der sämtliche wichtige Punkte machte und sich gegen den schon etwas müden Klikovits letztlich deutlich durchsetzen konnte.

Im zweiten Halbfinalspiel hatte Gernot Szüsz gegen seinen Klubkollegen und den langjährigen Dominator der Tennisoutlet-Trophy Bernhard Scheidl stets die bessere Antwort parat; Beachvolleyballer Szüsz fühlte sich in der glühenden Hitze offenbar ganz wie daheim.

Rakob versalzte Szüsz die Final-Suppe

Das Finale verlief dann doch überraschend einseitig in die Richtung von David Rakob, hatte Gernot Szüsz doch zuvor durchaus noch beeindruckendes Tennis gezeigt. Mit sehr ähnlichem Spielstil wie sein Kontrahent ausgestattet, war David Rakob aber letztlich doch in fast allen Belangen um ein Quäntchen überlegen und von Szüsz kaum in Bedrängnis zu bringen, sodass die zahlreichen Zuseher letztlich einen deutlichen Sieg des Wieners vom Heeres-Tennisclub zu sehen bekamen.

Auch der ebenfalls hochkarätig besetzte B-Bewerb ging in die Bundeshauptstadt: Martin Csarman konnte den wie immer aufopfernd kämpfenden Lokalmatador Mario Bürger um Haaresbreite, aber in den entscheidenden Momenten mit Köpfchen spielend bezwingen.

Ein erschöpfter, aber glücklicher Turnierleiter Lukas Biricz konnte am Sonntag also wieder einmal positiv resümieren: „Ich freue mich schon auf das nächste Jahr.“