Erstellt am 31. Juli 2013, 00:00

Tischler holte Silber. Topleistung / Der Golser Georg Tischler sicherte sich bei der Weltmeisterschaft in Frankreich den zweiten Platz im Kugelstoßen.

Kampfgeist pur. Den bewies Georg Tischler in der vergangenen Woche. Der Lohn für seinen Fleiß war letztendlich die Silbermedaille.  |  NOEN
Von Martin Ivansich

BEHINDERTENSPORT / Trotz brütender Hitze gelang Burgenlands Aushängeschild Georg Tischler im französischen Lyon der große Wurf. Die Ausgangssituation war optimal für den Parade-Kugelstoßer. Als Dritter durfte er schon ziemlich früh ins Rennen um einen Podestplatz gehen und durfte vor der großen Hitzewelle starten.

„Nur die besten Acht der Welt kamen ins Finale weiter“, berichtete Tischler. Nach einem erfolgreichen Vorkampf musste sich der Golser dann im Finale nur dem Polen Karol Kozoun geschlagen geben. Mit einer Jahresweltbestleistung von 9,47 Meter landete der Kugelstoßer letztlich auf dem zweiten Platz.

Er ging noch vor dem Wettkampf das gesamte Prozedere einmal durch. Um fünf Uhr aufstehen, zur Wettkampfzeit trainierte er den gesamten Ablauf und dabei hatte der Burgenländer bereits ein gutes Gefühl.

Tischler lässt EM-Start derzeit noch offen

„Ich war einfach mental und körperlich top vorbereitet. Einen Finalplatz hatte ich mir vor dem Wettkampf schon erhofft, im Hinterstübchen auch leise mit einer Medaille spekuliert. Dass es dann aber noch Silber wird, ist natürlich ein Traum. Der Tischler hat gezeigt, dass er wenn, es drauf ankommt, wie eine Kobra zur Stelle ist“, so Georg Tischler, und fügte an: „Das hat mir wieder einmal gezeigt, dass man letztendlich nie aufgeben soll. Das harte und auch sehr konsequente Training hat sich definitiv ausgezahlt. Viele andere haben ja gesagt: Warum hört er nicht endlich auf. Ich habe die richtige Antwort gegeben.“

Am Ende glänzte die Silberne wie eine Goldene und spornt den ehrgeizigen Sportler vielleicht sogar noch an, nächstes Jahr die EM zu bestreiten. „Natürlich wäre es ein Traum von mir, Europameister zu werden“, so Tischler, der aber noch nicht fix zusagte: „Eine Teilnahme steht noch nicht fest. Das bespreche ich noch mit meiner Familie.“