Erstellt am 24. August 2011, 00:00

TOP-THEMA. BEHINDERTENSPORT / Beim Vorhaben, über neun Meter zu stoßen, wurde Georg Tischler von den Verhältnissen gebremst.

VON MICHAEL PINTER

Über 300 Starter aus 15 Nationen, darunter unter anderen auch Athleten aus den Vereinigten Staaten und Kanada, nahmen an den Czech Open am vergangenen Wochenende in Olmütz teil, um sich für die Paralympics 2012 in London zu qualifizieren. Georg Tischler hatte dies mit der Kugel bereits beim ersten Saisonmeeting in Kroatien geschafft, nutzte die Tschechischen Meisterschaften wie auch schon die Jahre zuvor aber als weiteren Vorbereitungswettkampf auf dem Weg zum großen Saisonhöhepunkt nächstes Jahr.

Auf dem Plan stand eine Weite über neun Meter, hatte dies doch seit den Reglementänderungen im Juli weltweit noch kein Akteur geschafft.

Veranstalter verpatzte  Tischlers Vorhaben

 

Die Rahmenbedingungen ließen dies allerdings nicht zu, so wurde Tischlers Wettkampf zuerst um zwei Stunden verschoben und dann auch noch auf einer veralteten Anlage auf einem Nebenplatz des Olmützer Stadions ausgetragen. „Ich bin hierher gekommen, um endlich die Neun-Meter-Marke zu überbieten. Dass der Veranstalter mir einen Strich durch die Rechnung macht, ärgert mich gewaltig. Der Zeitplan muss eingehalten werden und die Wurfanlage sollte dem internationalen Standard entsprechen“, kritisierte der Weltrekordhalter.

Trotz der schwierigen Verhältnisse holte sich Tischler mit den gestoßenen 8,72 Metern den Sieg und distanzierte seinen an diesem Tag härtesten Konkurrenten, den Slowenen Andreij Germic, um 23 Zentimeter.

Tischler trainiert nun weiter und steigt erst wieder im Oktober ins Wettkampfgeschehen ein.