Erstellt am 09. September 2015, 05:52

von Martin Plattensteiner

Turbulentes Trausdorf. Zunächst wurde Haskic beurlaubt, Delic schloss sich an. Sektionsleiter Guszich trat zurück. Freitags fehlten Ilic und Palkovich.

Die Zeit für Günther »Gus« Guszich als Sektionsleiter des SC Trausdorf ist abgelaufen. Er trat in der Vorwoche zurück. »Zu viel Stress«, so sein Kommentar dazu. Foto: Frank  |  NOEN, Philipp Frank

Alles andere als in Ruhe verlief die Vorwoche in Trausdorf. Nachdem man in Runde vier die Sonntagsmatinee in Siegendorf 0:2 vergeigt hatte, ging es in der Kabine ordentlich rund.

Sportchef Christian Rotpuller hatte dann die Schnauze voll von der gefährlichen Mixtur aus Eifersüchteleien und mangelnder sportlicher Einstellung des einen oder anderen Akteurs.



Zunächst wurde Yasmin Haskic bis zumEnde der Saison beurlaubt. „Da geht es um wiederholte Undiszipliniertheiten“, so Rotpuller. Dies soll dann auch der ausschlagegebende Grund dafür gewesen sein, dass Ahmet Delic ausrichten ließ, er komme nicht mehr.

Der zwar treffsichere, aber immer wieder launische und impulsive Dribblanski hatte in der Vergangenheit stets für Unruhe gesorgt. Zuletzt soll er kaum oder gar nicht mehr zum Training, sondern nur mehr zu den Spielen erschienen sein.

Zwei Stammspieler fehlten ebenfalls

Am Donnerstag traute Rotpuller dann seinen Augen (und auch Ohren) nicht, da sowohl Marko Ilic als auch Ernest Palkovich nicht zum Abschlusstraining erschienen waren. Auch das Match gegen Winden „ließ“ das Duo aus.

„Was da wirklich passiert ist, möchte ich intern regeln“, gab der Sportchef – im Zivilberuf Polizist – eine etwas kryptische Auskunft.

Dazu passte dann der Rücktritt von Sektionsleiter Günther „Gus“ Guszich. „Das Ganze war nur mehr Stress“, so der Ex-Funktionär. „Hier hat einiges nicht gepasst.“ Den 5:1-Sieg am Freitagabend verfolgte Guszich – ebenfalls Polizist – von der Tribüne aus mit.

Dass mittlerweile ein neuer Mann im Trainerstab mitarbeitet, ist in diesem Kontext fast zur Randnotiz geworden.

Maurico Zoccola ist bei sämtlichen Übungseinheiten mit dabei, macht Individualtraining und bereitet Analysen vor. „Er kennt sich bestens aus“, lobt Rotpuller Zoccola. Die Aufstellung bleibt jedoch – wie eh und je – Sache des Sportchefs.