Erstellt am 18. September 2013, 00:00

Und jetzt nach Lustenau. Erste Liga / Nach der 0:2-Pleite gegen Altach stellt sich Parndorf-Trainer Paul Hafner vor dem Spiel bei Austria Lustenau schützend vor seine Elf: „Unsere Linie wird weitergeführt.“

Bitterer Moment: Nach 62 Minuten musste sich Patrick Baumeister an den Kopf greifen. Warum, war klar – im Hintergrund jubelten die Altacher Spieler nach der 1:0-Führung und der Vorentscheidung. Foto: Bernhard Fenz  |  NOEN, Bernhard Fenz
Von Bernhard Fenz

Über eine Halbzeit lang musste Parndorf gegen den Tabellenführer aus Altach mit zwei Mann weniger spielen – Richard Stern und Patrick Kienzl mussten in Hälfte eins vorzeitig unter die Dusche –, ergo kommt die Niederlage nicht überraschend.

Trotzdem bemerkte Paul Hafner: „Bis zu den Ausschlüssen haben wir eine gute halbe Stunde lang richtig gut dagegengehalten. In der zweiten Halbzeit war vor allem im Konter die Kopfballchance von Martin Mikulic beim Stand von 0:0 ein Wahnsinn. Dann wäre etwas möglich gewesen.“

„Da wird mit falschem Maß gemessen“ 

Kritik übte der Chefcoach an der Vorgehensweise von Schiedsrichter Gerhard Grobelnik (siehe auch unten). Dass Patrick Kienzl nach seinem Foul an Louis Mgwat-Mahop „Rot“ sah (er hatte bereits Gelb kassiert und wäre bei einer milderen Beurteilung mit der Ampelkarte ausgeschlossen worden), regte Hafner weniger auf, als der Vergleich zu anderen Spielen.

„Da wird mit zweierlei Maß gemessen. Erst die zweite Gelbe gegen Richi Stern, die ein Witz war, und dann die Kienzl-Rote. In Kapfenberg wurde gegen uns so ein Foul nicht einmal mit Gelb geahndet. Ich hätte schon gerne, dass dann alle Teams auch wirklich gleich behandelt werden.“

Trainer Hafner denkt nicht ans Aufgeben

Und jetzt? Parndorf bleibt weiter am letzten Platz picken, am Donnerstag reist die Mannschaft per Bus nach Vorarlberg, wo es am Freitag bei Austria Lustenau zur Sache geht.

Hafner: „Wir müssen jetzt normal weitertun und geben sicher nicht auf. Außerdem wird unsere Linie weitergeführt – in jeder Hinsicht. In Lustenau wird die Austria sicher einen Riesendruck machen. Wir müssen die uns bietenden Konter besser spielen, dann könnte was gehen.“

Gerhard Milletich glaubt an sportliche Besserung 

Zuversichtlich ist übrigens auch Obmann Gerhard Milletich vor dem zweiten Saisonviertel: „Ich gehe davon aus, dass wir uns erfangen werden.“