Erstellt am 09. November 2011, 00:00

Unterster Zipfel ist nun bald erreicht. REGIONALLIGA OST / Der SC Neusiedl liegt nach dem 0:1 in Stegersbach an der vorletzten Tabellenstelle. Abstieg droht!

Abgedrängt. Michael Koller (r.) und seine Neusiedler konnten gegen Stegersbach ihre Vorteile nicht nutzen und verloren am Ende mit 0:1.CHRISTOPHER SCHNEEWEISS  |  NOEN
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VON CHRISTOPHER SCHNEEWEISS

STEGERSBACH - NEUSIEDL 1:0. Der grün-weiße Blick auf die Tabelle schmerzt sehr: Neusiedl steht am vorletzten Tabellenplatz, der Abstieg droht massiv. Die aktuelle Niederlage hat Symbolwert für die Hinrunde: Neusiedl spielt keinen schlechten Fußball, doch es entscheiden „Eitzerl“ darüber, ob am Ende Freude oder Trauer im Lager der Seestädter herrscht. „Wir sind wieder selbst schuld. Mit diesen Chancen hätten wir die Partie zu unseren Gunsten entscheiden können“, wiederholt sich bei Trainer Harald Toth die Spielanalyse. Dieses Mal gaben Johannes Seywerth und Patrick Derdak Anlass für diesen Eindruck. Ersterer schoss in der ersten Halbzeit an die Latte, Zweiterer vergab im zweiten Spielabschnitt - sein Schuss wurde von einem Stegersbacher noch von der Linie gekratzt. Nach dem 0:1 (Toth: „Das war abseitsverdächtig“) hatte noch Christoph Kienzl die Chance zum Ausgleich. Sein Halbvolley-Schuss wurde von einem Feldspieler noch irgendwie über die Latte gedreht.

Toth: „Wir waren ab der  60. Minute überlegen“

„Bis zur 60. Minute war die Partie offen, danach waren wir klar überlegen. Das war wieder einmal ein Selbstfaller“, betrieb Toth Manöverkritik. Die Tabelle schaue nun „blöd“ aus. „Jetzt wäre es natürlich wichtig, wenn wir gegen Simmering gewinnen. 16 Punkte würden ein blaues Auge bedeuten.“ Die Wiener konnten in der aktuellen Runde aber ihre Stärken aufzeigen und gegen die starke SV Schwechat ein 0:0 herausholen. „Ich habe die Partie gesehen, bin aber früher nach Hause gefahren. So wird Simmering gegen uns sicher nicht spielen, das hatte wenig Aussagekraft für unser Spiel“, weiß Toth. Denn die Schwechater spielten lange Zeit mit einem Mann weniger und bastelten einen unknackbaren Abwehrriegel. Ein Jammer aus der Sicht der Neusiedler: Fünf Spieler werden fehlen. Andreas Bauer sah die rote Karte und ist gesperrt. Christoph Kienzl und Philipp Kummer sahen beide die fünfte gelbe Karte und werden auf der Tribüne Platz nehmen müssen. Dominik Silberbauer und Gökce Tuna fallen zudem verletzungsbedingt aus.

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