Erstellt am 31. Oktober 2012, 00:00

„Unterstützung fehlt“. Rücktritt / Nach dem sonntägigen Spiel gegen Sturm Graz hat sich Patrick Kasuba von seiner Parndorfer Mannschaft verabschiedet.

Patrick Kasuba trat als Damentrainer in Parndorf zurück.  |  NOEN
Von Angela Pfalz

FRAUENFUSSBALL /  „Ich bin als Einzelkämpfer in Parndorf müde geworden“, sagt Patrick Kasuba, der als Trainer der Frauenmannschaft zurückgetreten ist. Vor einigen Jahren hatte Yvonne Lindner in Winden eine Mannschaft gegründet, Patrick Kasuba stieß als Trainer dazu. Gemeinsam vollzog man den Wechsel zum SC/ESV Parndorf. „Leider ist nicht das eingetroffen, was wir uns damals erhofft hatten. Wirtschaftlich hat sich nichts verbessert“, so Kasuba, der die Mädels bereits in der sechsten Saison trainiert hat. „Wir haben uns zum einen selbst sowie durch Förderungen finanziert. Unsere Möglichkeiten sind aber zu beschränkt. Wir mussten einsehen, dass Parndorf doch nur ein Dorfverein ist“, so Kasuba weiter.

Parndorf-Obmann Gerhard Milletich: „Die Frauenabteilung wollte immer schon autonom agieren, das war der Wunsch. Fakt ist: Es gibt für sie Geld vom Land, dazu übernehmen wir die Schiedsrichterkosten bei den Heimspielen, wir kommen für die Trainingswäsche und die Dressen auf und stellen den Platz zur Verfügung.“

Trainer Patrick Kasuba und Spielführerin Yvonne Lindner hatten sich alternative Möglichkeiten zur Finanzierung überlegt. „Wir wollten Sponsoren suchen. Das wurde uns vom Verein aber untersagt“, sagt Kasuba. Milletich relativiert aber: „Beim untersagten Sponsoring geht es rein um die Dressenwerbung. Parndorf tritt von der U7 bis zur Kampfmannschaft praktisch gleich auf. Wenn der Verein die Trikots zur Verfügung stellt, dann wollen wir auch entsprechend in Erscheinung treten. Mit jeder anderen Form von Sponsoring hätten wir kein Problem gehabt.“

Als besseres Team  gegen Sturm verloren

Wie es um die Zukunft der Parndorfer Frauenmannschaft bestellt ist, bleibt ungewiss. Auch Yvonne Lindner wird voraussichtlich gehen.

In sportlicher Hinsicht wurde in den letzten Jahren viel aufgebaut. „Die Mannschaft hat ein gutes Niveau erreicht“, ist Kasuba stolz auf die Leistung seiner Truppe. Im Spitzenspiel gegen Sturm musste man zwar eine 1:3-Niederlage einstecken, war aber vor allem in Halbzeit eins die bessere Mannschaft.