Erstellt am 22. Februar 2012, 00:00

„Von mir kann man sich immer etwas erwarten“. REGIONALLIGA OST / Richi Wemmer fühlt sich topfit, erhält von Trainer Paul Hafner vor der Rückrunde ein sehr gutes Zeugnis und stellt selbst den Anspruch auf große Taten.

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VON BERNHARD FENZ

Es ist ja nicht so, dass er keinen einzigen geraden Pass zusammengebracht hat. Der Anspruch an Richard Wemmer ist angesichts seiner Klasse und seines Potenzials aber dementsprechend groß. Darum war die Hinrunde für den mittlerweile 31-jährigen Steirer im Dress des SC/ESV auch durchwachsen.

Das soll jetzt anders werden. Wemmer, der im Winter zwei Wochen lang „komplett krank“ war, hat sich längst erholt und ist im Zuge der Vorbereitung auch körperlich wieder gut drauf. „Ich bin endlich völlig gesund und fühle mich topfit. Der Trainer hat bei der Aufbauarbeit ziemlich Gas gegeben, das ist mir sehr entgegengekommen.“

Gute Aussichten vor der  Generalprobe in Neuberg

 

Paul Hafner, also der Trainer, bestätigte wiederum das Gefühl des Routiniers und gab mit leicht geheimnisvollem Unterton zum Besten: „Der Richi Wemmer hat sich nicht geschont und war zuletzt ganz stark.“

Demnach können sich die Fans auch einiges vom Steirer erwarten? „Von mir kann man sich immer etwas erwarten“, stellte Wemmer klar. Nachsatz: „Die Vorbereitung ist einmal sehr positiv gelaufen. Jetzt wollen wir gut starten, dann sehen wir weiter.“

Speziell das gute Mannschaftsklima hob die Nummer zehn des SC/ESV bei der Frage nach dem Parndorfer Ist-Stand hervor: „Die Mannschaft ist noch mehr zusammengewachsen. Es steckt viel Spaß drin, von daher geht es auch wirklich gut voran.“ Hafner bemerkt diesen Aspekt freilich auch – erklärbar ist die gute Stimmung für den Cheftrainer relativ leicht: „Die Burschen spielen sehr gut, es läuft derzeit einfach rund. Das macht sich dann natürlich bemerkbar.“

So etwa beim 4:4 im Rahmen des Trainingslagers in Kroatien gegen Lokalmatador Dugopolje, Tabellenführer der zweiten kroatischen Liga. Wemmer, Jusits, Markus und Jailson trafen ins Schwarze, und Hafner sah eine „starke Leistung“ – trotz vier Gegentreffern. „Einer der zwei Elfer war fix keiner, ein zweites Tor war klar Abseits. So schlecht war die Defensive nicht.“

Gute Aussichten also vor der Generalprobe am Samstag um 15 Uhr in Neuberg. Das Match beim Tabellenzweiten der BVZ Burgenlandliga ist gleichzeitig die Zweitrundenpartie des Kroatencups – ergo steht (ein bisschen) etwas am Spiel. Das sieht auch Paul Hafner: „So eine Art von Test ist vor dem Meisterschaftsstart wichtig.“ Ob er bereits mit der Aufstellung für den Ostliga-Auftakt am 3. März bei Columbia spielen werde? „Das weiß ich noch nicht. Aber egal, wer spielt: Alle sollten sich beweisen wollen.“

Zwischen den Pfosten ist  das Match noch offen

Das gilt auch für die Tormänner. Philip Petermann und Ertan Uzun kämpfen derzeit um das Einserleiberl, beide sind laut Hafner „auf Augenhöhe“. Der Coach wird hier freilich vor allem auch das Fachurteil von Tormanntrainer Peter Paluch heranziehen – eine endgültige Entscheidung steht aber noch aus. Mit dieser Qual der Wahl kann der Podersdorfer aber ganz gut leben, denn: „Ich habe lieber zwei gleich gute Tormänner, als zwei, von denen beide nicht wirklich in Frage kommen …“