Erstellt am 28. Oktober 2015, 05:37

von Martin Ivansich

„Weite war nicht top“. Georg Tischler war mit Platz fünf bei der WM in Doha im Speerwurf zwar zufrieden, warf aber im Training weiter.

Der Golser Behindertensportler Georg Tischler räumte bei den Staatsmeisterschaften in Villach drei Goldmedaillen ab.  |  NOEN, Franz Baldauf

 „Mit einem Platz im Finale der besten Acht wäre ich zufrieden, alles andere ist Draufgabe“, meinte der Golser Behindertensportler Georg Tischler im Vorfeld der Weltmeisterschaft. Sein Ziel konnte der Burgenländer realisieren und mit Platz fünf sogar das Optimum herausholen: „Weil die ersten vier Plätze praktisch im Vorfeld schon vergeben waren. Die werfen in einer eigenen Liga. Deshalb bin ich mit meinem fünften Platz auch hochzufrieden.“

Während die Platzierung für Freude bei Tischler sorgte, stimmte ihn die geworfene Weite nicht unbedingt glücklich. Tischler: „Weil es im Training schon auch ein Stück weiter ging.“

Tischlers Wurfstuhl fiel durch die Kontrolle

Der Grund dafür war, dass Tischlers Wurfstuhl bei der Kontrolle beanstandet wurde. „Die Rückenlehne war zu dick und daher haben wir dann noch Änderungen vornehmen müsssen“, so Tischler. Diese Änderungen waren dann während des Wettkampfs ein Handicap für den 54-Jährigen: „Ich habe mich umstellen müssen, den Druckpunkt nicht mehr so gefunden, wie ich es gewohnt war.

Deshalb sind mir dann auch nicht so weite Würfe gelungen wie im Training.“ Dennoch zog er trotz dieser Umstände positive Bilanz und blickt bereits positiv nach vorne: „Beim IPC (Internationales Paralympisches Komitee) muss man nun einmal mit allem rechnen“, so Tischler, für den nun einmal eine Pause angesagt ist, um sich von der anstrengenden Saison zu erholen. Danach ist der Fokus auch schon auf den nächsten Höhepunkt gerichtet: Die Europameisterschaft im Juni 2016. Tischler: „Da werde ich mich gezielt darauf vorbereiten und im Vorfeld meinen Wurfstuhl so adaptieren, dass keine Beanstandungen stattfinden.“