Erstellt am 07. September 2011, 00:00

Wenn die Power fehlt. REGIONALLIGA OST / Das 1:2 gegen Sollenau wirft Parndorf in der Meisterschaft zurück – und einige wichtige Fragen auf.

Der SC Sollenau (Sargon Duran, r.) präsentierte sich am Freitag in Parndorf als cleveres und kampfstarkes Team. Parndorf (Fabian Miesenböck, l.) hingegen wirkte zahnlos.BERNHARD FENZ  |  NOEN
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VON BERNHARD FENZ

Voller positiver Erwartungen nahm Simon Knöbl am Freitag um 18.28 Uhr auf der Parndorfer Bank Platz. Knapp zwei Stunden später fehlten ihm angesichts der zweiten Saisonniederlage die Worte. Seine Mannschaft verstand es nicht, die aggressiv, abgebrüht und cleveren spielenden Sollenauer in die Schranken zu weisen.

Stattdessen wirft das K.o. Fragen auf. Warum präsentierte sich der SC/ESV nach dem Derbytriumph in Neusiedl so zahnlos? Wo waren die zündenden Ideen im spielerischen Bereich? Warum fehlte die kämpferische Linie?

Knöbl: „Wir haben unter der Woche super trainiert, seltsamerweise fehlte dann am Freitag die Power.“ Alles schlecht zu reden, mache freilich keinen Sinn. Im Gegenteil: „Wir haben die Voraussetzungen. Vielleicht sind einige Spieler auch überrascht, dass jeder Gegner gegen uns mit dem Messer zwischen den Zähnen spielt. Diesen Umstand müssen alle annehmen.“

Was gegen und was  für Parndorf spricht

Tatsache ist, dass die Heimstärke des SC/ESV aktuell nicht vorhanden ist, dass zu wenig Tore erzielt werden, Kreativität und Kampfgeist nicht immer eine Symbiose ergeben. „Von diesen Fakten her sind wir noch nicht gut unterwegs. Die Punkte sprechen trotzdem für uns, weil wir trotz der Ausrutscher noch kein zu großes Loch nach oben aufweisen.“

Simon Knöbl weiß freilich auch, dass nun aber eine Steigerung zwingend nötig sein wird, wollen die Nordburgenländer nicht permanent der Spitze hinterher rennen. Schließlich wartet auf den SC/ESV am Wochenende eine Meisterschaftspause, das Spiel in Stegersbach wurde aufgrund der Inline-Skater-EM verschoben. Dadurch wird die Punktelücke bis zum Nachtrag am 25. Oktober zwangsläufig gefährlich offen bleiben.

Andererseits haben Knöbls Jungs nun Zeit, bis zur nächsten Partie das Profil zu schärfen. Daran will der Chefcoach arbeiten und seine Kicker aus der Reserve locken: „Wir werden für die nächsten Aufgaben noch klarer die Aufgaben und das System vorgeben. Da gibt es dann zehn mögliche Positionen und 18 mögliche Spieler. Fertig. Auf geht‘s.“

Personell war Filip Juroszek zuletzt krank. Er ist mittlerweile wieder genesen. Philipp Galee musste, weil angeschlagen, gegen Sollenau passen. Auch bei ihm rechnet Knöbl wieder mit dem vollen Pensum. Milan Jankovic trainiert ebenfalls bereits ohne Wenn und Aber mit.

SC/ESV PARNDORF