Erstellt am 21. Oktober 2010, 14:02

Wenn die Zeitmaschine hilft. REGIONALLIGA OST / Dass es bei den Admira Amateuren noch eng wurde, ist für Simon Knöbl zweitrangig: „Vor dem Spiel hätten wir so ein Ergebnis sicher angenommen …“

Hauptverantwortlich für die Aufholjagd der Admira Amateure war Stürmer Mihret Topcagic (l.). Er beschäftigte die Parndorfer Abwehr rund um Christoph Jank (r.) einige Mal und traf auch zweimal.  |  NOEN
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VON BERNHARD FENZ

Wenn aus einer komfortablen 3:0-Pausenführung in der Südstadt noch ein knapper 3:2-Erfolg wird, fällt die ungetrübte Freude schwer. Und trotzdem überwiegt für Trainer Simon Knöbl das Positive, wie er im Zuge seines Resümees betont: „Tatsache ist, dass praktisch jeder im Vorfeld ein knappes 3:2 bei den Admira Amateuren als Ergebnis sofort freudig angenommen hätte. Nach zwei Niederlagen in Serie war und ist es nicht einfach, in dieser Phase ein Match zu bestreiten. Uns fehlt nach wie vor die Leichtigkeit, auch wenn wir diesmal wieder fulminant gestartet sind.“

Jailson-Austausch als  nachhaltiger Bruch

Zufrieden zeigte sich Knöbl auch mit der Parndorfer Systemadaptierung, im Zuge derer „Schoko“ Jailson die Solospitze bildete und dahinter von einem leicht hängend spielenden Christopher Pinter unterstützt wurde. Weil aber Jailson nach einer halben Stunde einen „G’streckten schlucken musste“ (Knöbl) und der Rist so anschwoll, dass er nicht mehr weitermachen konnte, musste Dennis Ilic ganz vorne in die Bresche springen.

Knöbl: „Er hat die Bälle gehalten und sich auch gewehrt, nur hat er einige Male den optimalen Abspielzeitpunkt versäumt. Da waren aussichtsreiche Überzahlsituationen dabei, stattdessen folgte aber ein Ballverlust, der auch zum ersten Gegentreffer geführt hat.“

Dass die Gastgeber nach der Pause überlegen waren, wertete Knöbl übrigens nicht als zwingend negativ für seine Mannschaft: „Es ist doch klar, dass die Admira alles nach vorne geworfen hat, das ist dann auch sichtbar. Von den Chancen her war außer den beiden Toren aber nur eine zwingende dabei. Wir haben nicht die Kontrolle verloren, hätten aber gleichzeitig unsere Offensivaktionen besser zu Ende spielen müssen, statt dann leichtfertig den Ball zu verlieren.“ So oder so ist die Art und Weise, Spiele zu gewinnen, ausbaufähig. „Die angesprochene Leichtigkeit müssen wir uns noch weiter erarbeiten.“

Doppeltes Comeback beim  Spiel gegen Baumgarten?

Nächste Gelegenheit: Am Freitag (19 Uhr) ist mit dem ASK Baumgarten der Vorletzte zu Gast. Nach dem 4:5-Krimi gegen Schwechat wird speziell die mentale Seite nicht wirklich gestärkt sein. Aber auch ein 6:0 des ASK gegen Schwechat hätte nichts an der Parndorfer Erwartungshaltung geändert. Knöbl: „Natürlich wollen wir gewinnen.“

Miroslav Milosevic steht nach seiner Ampelkarte gegen den Sportklub wieder zur Verfügung, auch Michael Pittnauer (Mittelfußknochenprellung) könnte wieder sein Comeback feiern. Ob Jailsons geschwollener Rist einen Einsatz zulässt, wird sich erst entscheiden.

SC/ESV PARNDORF