Erstellt am 30. Januar 2013, 00:00

Wer tänzelt nach vor?. Tormannfrage / Wie wird die Rangordnung der SVM-Goalies künftig aussehen? Mit Neuzugang Thomas Dau stehen vier zur Auswahl.

Von Bernhard Fenz aus Lagos

Thomas Borenitsch (32) dürfte für den Frühjahrs-Start am 16. Februar gegen Sturm Graz als Nummer eins gesetzt sein. Wer bis auf weiteres die neue Nummer zwei wird, und ob es überhaupt eine klare hierarchische Ordnung zwischen den Pfosten geben soll, das steht zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest,

Fakt ist, dass mit Markus Böcskör (30) der im Herbst bei den Profis als Zweiergoalie eingesetzte Schlussmann derzeit verletzt ist. Der gebürtige Schachendorfer konnte aufgrund einer Knöchelverletzung gar nicht erst zum Trainingslager nach Portugal mitfahren und muss sich derzeit (noch) mit einem Gips anfreunden. Also beweisen sich neben Borenitsch „nur“ die beiden Youngsters Markus Kuster (18) und Neuzugang Thomas Dau (21) bei Tormanntrainer Leo Martinschitz und dem Betreuerstab um Chefcoach Franz Lederer.

Ein Pama-interner 

Fast schon skurril ist da die Tatsache, dass beide mit Pama aus derselben kleinen Ortschaft stammen und unter den beiden Klubs UFC und SK jeweils dem SK Pama als Ausgangsverein zugeordnet werden. Zusätzlicher Nebenaspekt: Martinschitz stand vor zwei Jahrzehnten beim UFC Pama im Gehäuse. Entwickelt hat sich das Duo dann aber woanders, die Möglichkeiten sind in der 1000-Seelen-Gemeinde beschränkt – Kuster in der Akademie, Dau erst im Nachwuchs des BNZ (im Zuge dessen schnupperte er bereits bei einem Mattersburg-Trainingslager in Spanien mit), später im Nachwuchs von Aston Villa und über Umwege dann bei Vienna und den Rapid Amateuren. Nun ist er wieder im Burgenland gelandet: „Ich bin sehr froh darüber, dass der Wechsel geglückt ist. Hier will ich neu durchstarten.“

Für Tormanntrainer Leo Martinschitz sind beide jedenfalls „willig und ambitioniert“, vor allem könne sich aus dem Konkurrenzkampf eine gegenseitige Leistungssteigerung ergeben. In die Karten blicken möchte sich Trainer Franz Lederer derzeit aber noch nicht lassen, wer wo spielen wird, nur so viel: „Die vier Tormänner werden bei den Profis trainieren, wir werden das aber dann natürlich so einteilen, dass jeder auch die nötige Spielpraxis erhalten kann.“ Schließlich gibt es ja auch ein Amateur-Team in der Ostliga.