Erstellt am 04. September 2013, 11:01

„Wir geben viel Stoff“. Erste Liga | Nach der 0:1-Pleite bei der Vienna gilt es für Parndorf-Trainer Paul Hafner und seine Mannschaft nun, sich wieder neu zu sammeln. Diese Woche steht ein intensives Training an.

Defensive in Not: Nur selten kam die Parndorfer Abwehr rund um Kapitän Roman Kummerer (liegend, r.) in Bedrängnis. Trotzdem siegte die Vienna mit 1:0. Foto: Angela Pfalz  |  NOEN, Angela Pfalz
Von Bernhard Fenz

Kraft sammeln für die restlichen elf Runden im Herbst. Das steht für die länderspielbedingte Meisterschaftspause ganz oben auf der Prioritätenliste von Paul Hafner. „Sieben Heimspiele und vier Auswärtspartien stehen noch an, dafür wollen wir gerade im Kraftbereich gerüstet sein.“

Problem Chancenverwertung, acht Stangentreffer bislang

Spielerisch sah der Trainer zuletzt eine Parndorfer Mannschaft, die sich beim Nachzüglerduell auf der Hohen Warte gegen die Vienna teils sehr gute Chancen erarbeiten konnte. Es scheiterte aber an der Verwertung – Höhepunkt war ein Aluminiumtreffer von Gerhard Karner, der einen Stanglpass aus kürzester Distanz nur an die Stange setzte.

Zu rechnen darf der Trainer jedenfalls nicht beginnen, wenn er über den Tabellenstand (Parndorf ist mit vier Punkten Letzter) spricht. „Wir könnten mindestens acht Punkte haben. Acht Mal haben wir schon die Stange getroffen und nur sechs Tore erzielt – wenn die Hälfte reingeht, sieht es anders aus.“

Die Zuversicht bleibt, der Druck steigt aber

Am Freitag (17.15 Uhr) testet der SC/ESV in Wiener Neustadt gegen den Bundesligisten, ehe es eine Woche später in der Meisterschaft gegen Titelkandidat Altach zur Sache geht.

Bis dahin will Hafner auch seine Truppe wieder entsprechend einschwören, um die Niederlagen-Serie (zuletzt vier Pleiten in Folge) zu stoppen. Diese hätte jedenfalls schon bei der Vienna ein Ende nehmen müssen, es kam aber anders.

„So ein Chancenplus wie diesmal hatten wir in dieser Saison noch nie. An dem Tag hätte uns die Vienna eigentlich kein Tor schießen dürfen.“ Weil die Gäste aber erst vergeblich Foul an Tomas Horvath reklamiert hatten und dann auch noch Abwehrchef Roman Kummerer im Defensivverhalten patzte, tauchte Markus Pink tatsächlich vor Udo Siebenhandl auf und verwertete. Auch die Leistung in der Verteidigung soll also parallel zu den verhauten Möglichkeiten vorne konsequenter werden.