Erstellt am 20. November 2013, 23:59

von Christopher Schneeweiß

Zauber-Herbst ganz ohne Goalgetter. BVZ Burgenlandliga / Was den Lauf der Parndorfer Amateure zu etwas Besonderem macht: Er wurde ohne echten Stürmer realisiert.

Eine fabelhafte Hinrunde. 15 Spiele, 15 Mal ungeschlagen. Die Parndorfer Amateure haben in der BVZ Burgenlandliga den Ton angegeben und sind nun klarerweise Topfavoriten auf den Meistertitel.Schneeweiß  |  NOEN, Schneeweiß
Von Christopher Schneeweiß

PARNDORF AMATEURE. Unglaublich, aber wahr: Die Mannschaft von Trainer Richard Slezak hat keinen einzigen gelernten Stürmer in den Reihen. Und trotzdem wurden zwölf der 15 Herbstpartien gewonnen, der Rest ging unentschieden aus.

Kremser bewies seine Offensivstärke

Wie das geht? „Wir haben unser System nach dem Spielermaterial ausgerichtet, das wir zur Verfügung haben“, beschreibt Slezak die Kreativität von sich und seinem Betreuerteam. Florian Kremser wurde in die Angriffsreihe beordert und erwies sich dort – vor allem aufgrund seiner Kopfballstärke – als gefährlicher Offensivmann.

Ein Goalgetter ist er freilich deswegen trotzdem nicht: Mit sieben Toren ist er Parndorfs erfolgreichster Schütze. Zum Vergleich: Der Marzer Mirza Sejmenovic und Forchtensteins Janos Szöke haben jeweils 13 Treffer erzielt.

Wird ein Stürmer im Winter geholt?

Die Frage lautet: Werden die Parndorfer nun im Winter am Transfermarkt zuschlagen und das Kader-Manko ausmerzen? „Wir sind auf der Suche, ja. Aber es wird sicher ein junger Stürmer mit Perspektiven“, erklärte Slezak. Nachsatz: „Eine Granate wird es bei uns nicht geben.“

Klar: Es geht auch so. Die Mannschaft harmonierte im Herbst prächtigst, obwohl im Sommer eine extreme Verjüngung erfolgt ist. „Die Mischung hat gepasst. Außerdem war die Achse Kuru-Wendelin-Dedic-Katzler-Kremser sehr stark“, so Slezak.

Standards: „Da waren wir immer für ein Tor gut“

Nicht von der Hand zu weisen war die Stärke der Parndorfer bei Standardsituationen. „Da waren wir immer für ein Tor gut“, schmunzelte Slezak und weiß genau, warum das so ist. „Wir haben drei Linksfüße in der Mannschaft, die sehr gut Standards schießen können. Darauf konnten sich viele Gegner nicht einstellen.“

Freilich habe er mit seinem Team aber auch brav solche Situationen einstudiert. Nur ein Puzzleteil in einem erfolgreichen Gesamtgefüge. „Die Burschen haben Disziplin und Ehrgeiz gezeigt. Egal, ob im Spiel, beim Training oder abseits des Fußballplatzes. Es hat einfach alles super gepasst“, ist Slezak stolz auf seine Truppe.