Erstellt am 07. November 2012, 00:00

Zwei „Nüsse“ zum Finale der Hinrunde. Regionalliga Ost / Das werden zwei harte Nüsse, die Parndorf zu knacken hat: Sowohl Amstetten als auch die Admira Juniors werden dem SC/ESV alles abverlangen.

Foto: Csw  |  NOEN, Csw
Von Christopher Šchneeweiß

Nun geht es ans Eingemachte: Der SC/ESV Parndorf geht in den letzten beiden Partien der Ostliga-Hinrunde und kämpft dabei um eine gute Ausgangsposition fürs Frühjahr. Die Wunschvorstellung von Coach Paul Hafner? „Vier Punkte wären ein Hit.“ Doch das Programm ist schwierig: Am Freitag muss die Heidenboden-Truppe nach Amstetten. In sieben Spielen haben die Niederösterreicher zuhause erst einmal verloren (vier Siege, zwei Remis) und gelten daher zu Recht als Heimmacht. Ein Erfolgsschlüssel ist dabei sicher das euphorische Publikum: Bei jedem Heimmatch hatten die Amstettner zumindest 800 Zuschauer, zuletzt beim 1:2 gegen die Rapid Amateure sogar 1550. „Ein Hexenkessel“, weiß Hafner und wird daher seine Truppe auf diesen Tanz dementsprechend einstellen. Wie? „Wir müssen jeden Zweikampf annehmen, egal ob wir ihn dann gewinnen oder nicht. Wir dürfen da nicht zurückstecken und müssen in jeder Phase die Stirn bieten.“ Damit soll der Elan der Hausherren gebrochen

werden. „Sie werden sicher versuchen, Druck auszuüben. Dem müssen wir standhalten“, so Hafner. Aufs Tore schießen soll dabei freilich nicht vergessen werden. Die Siegesformel soll aber nicht so aussehen, dass jeder Ball hoch auf Kopfballungeheuer Tomas Horvath gespielt werden soll. „Wenn wir stark unter Druck stehen, wird das wohl unser Mittel sein. Aber grundsätzlich lautet die Devise, gezielt und schnell herauszuspielen“, gibt der Cheftrainer die Marschroute vor. Zuletzt erreichten die Amstettner sensationell ein 2:2 bei den Austria Amateuren, was freilich zusätzlich Öl ins Feuer gießt. Denn genau diesen Punktgewinn hätte sich Hafner bei den violetten Fohlen gewünscht „und den hätten wir uns auch verdient“, scheint der Grant immer noch nicht verdaut zu sein. Hafners Eindruck vom kommenden Gegner: „Sie sind sehr robust und vor allem quirlig über die Seiten. Da müssen wir höllisch aufpassen.“

Hafner: „Ein Gegner,  der ‚anburren‘ wird“

Aufpassen muss der SC/ESV auch gegen die Admira Juniors, auch wenn die Parndorfer als klarer Favorit gelten. Das Match wurde auf Dienstag, den 13. November (19 Uhr) verlegt, weil einige Kicker der Admiraner im Kader der U19-Nationalmannschaft standen und daher bei den Juniors nicht zum Zug kommen konnten. „Glücklich waren wir natürlich nicht, dass wir dieses Spiel verschieben mussten“, hielt sich die Begeisterung bei Hafner aufgrund des unterbrochenen Meisterschaftsrhythmus in Grenzen. „Das ist eine Mannschaft, die ,anburrt‘, die könnte sehr lästig werden.“ Vor allem, wenn es ihr gelingt, einen Punkt aus dem Heidebodenstadion zu entführen. Denn die Situation in der Tabelle hat sich zugespitzt, der punktegleiche FAC ist mit dem besseren Torverhältnis an Parndorf vorbeigezogen. Stören, tut das Hafner aber nicht. „Nach diesen zwei Partien kann die Welt wieder ganz anders ausschauen.“